Juli-Umsätze sonnig bis wechselhaft Branchen-Monitor BUCH: Umsätze im Juli 1,3 % besser als im Vorjahr

Im Juli 2017 bewegten sich die Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt zusammen genommen 1,3 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Das meldet heute der Branchen-Monitor BUCH des Börsenvereins: Kumuliert liegt die Jahresbilanz nun mit minus 0,1 Prozent nahezu auf Vorjahresniveau. Diese Entwicklung ist erneut höheren von den Käufern bezahlten Preisen zu verdanken: Mit im Schnitt 13,02 Euro gaben die Käufer 2,3 Prozent mehr pro Buch aus als in den ersten sieben Monaten des Jahres 2016. Der Absatz – also die Zahl verkaufter Exemplare – ging in diesem Zeitraum um 2,3 Prozent zurück.

Der gesonderte Blick auf den Sortimentsbuchhandel spiegelt den positiven Trend der Umsätze im Monat Juli jedoch nicht ganz wider: Mit einem Umsatzrückgang von 0,9 Prozent (Barverkauf) im Vergleich zum Vorjahres-Juli liegt das Sortiment im Jahresergebnis aktuell bei minus 1,4 Prozent. Die Hitze brachte hier im ersten Sommermonat wohl erneut weniger Kunden in den Buchhandel vor Ort. Die Zahl der Juli-Verkaufstage war in beiden Jahren gleich.

Sowohl aus den fünf Vertriebswegen als auch aus dem Sortimentsbuchhandel wanderten im diesjährigen Juli mehr Hardcover/Softcover in den Koffer oder Strand-Rucksack und sorgten hier für ein Umsatzplus von 3,3 Prozent bzw. 1,1 Prozent. Für die anderen Editionsformen ging es nicht so sommerlich zu: Taschenbücher blieben mit einem Minus von 2,1 Prozent (alle Vertriebswege) hinter dem Vergleichsmonat. Die physischen Hörbuch-Umsätze waren sogar um 5,9 Prozent rückläufig. Auch Kalender und Karten/Globen mussten einen Umsatz-Rückgang von 2,3 Prozent bzw. 4,8 Prozent hinnehmen. Blickt man auf das bisherige Gesamtjahr, so können neben Kalendern (plus 11,0 Prozent) bisher nur die Hardcover/Softcover (plus 0,9 Prozent) auf eine positive Bilanz schauen.

Sonniger als bei den Editionsformen ging es bei den Warengruppen zu: Lediglich die Belletristik kühlte in allen Vertriebswegen auf ein kleines Umsatzminus von 0,2 Prozent ab, bei allen anderen Genres stieg das Thermometer in den Plusbereich. Besonders positiv entwickelten sich im ersten Ferienmonat Kinder- und Jugendbücher mit plus 4,2 Prozent. Meistverkauftes Kinder- und Jugendbuch bleibt im Juli wie in den Vormonaten „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher (cbt). Während die Kinder und Jugendlichen die sommerlichen Temperaturen zum Schmökern nutzen, deuten Umsatz-Zuwächse bei den Wissenschaften auf Prüfungszeiten für Studierende: Geisteswissenschaften, Kunst, Musik und Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik legten um je 4,7 Prozent zu, für Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft ging es um 3,5 Prozent nach oben. Auch Sachbücher (plus 0,7 Prozent) und Ratgeber (plus 0,5 Prozent) waren beliebte Sommerlektüre. Reiseliteratur wanderte ebenso oft wie im Vorjahr ins Gepäck (plus 0,1 Prozent). Meistverkaufter Titel war hier im Juli – aller elektronischen Navigation zum Trotz: „Neuer Straßenatlas Deutschland/Europa 2017/2018“ (Naumann & Göbel).

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