Auszeichnungen Bücher und Autoren heute in den Feuilletons – und Freude über den Friedenspreis für David Grossman

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch.

Frankfurter Rundschau

„Die Mechanismen der Gewalt“: Ein Portrait über Friedenspreisträger David Grossmann. Dabei wird der Preis gewürdigt, er sei „in seiner über 50-jährigen Geschichte längst zu einem ethisch besonders wertvollen Staatspreis geworden“. Der Friedenspreis an Grossmann sollte „als Stärkung der israelischen Intellektuellen“ aufgefasst werden.

Der Lyriker Jewgeni Jewtuschenko erhält den russischen Staatspreis, der mit 131.600 Euro dotiert ist.

Und dann hat noch Johann Gottfried Seume Geburtstag. Von dem vor 200 Jahren Geborenen wurden zwei Bücher neu aufgelegt:
> Johann Gottfried Seume: Aus meiner Welt. Ein Spaziergang, dtv
> Spaziergang nach Syrkus, Insel

„Die Welt hinter unseren Spiegeln“: Neue Gedichte von Marion Poschmann enthält das Bändchen Geistersehen, bei Suhrkamp.

Navid Kermani habe sich in Frankfurt als „höchst gewiefter“ Poetikdozent und Strippenzieher erwiesen. Ein Roman von ihm soll wahrscheinlich bei Hanser 2012 erscheinen.

Annotiert wird unter:
> „Man liebt sich leise, doch keiner liebt zurück“: Tilman Spreckelsen, Königskinder – Herzbrechende Liebesgeschichten, Galiani,
> „Noch ein echter Star im Hexenreigen“: Jill Murphy, Eine lausige Hexe, Diogenes

Süddeutsche Zeitung

„Ein Anwalt der zivilen Sprache“: Lothar Müller gratuliert Friedenspreisträger David Grossman.

„Fülle und Falle der Wollust“ – ein Porträt zum 70. Geburtstag des Sexualforschers Volker Sigusch, der bei Campus u.a. eine Geschichte der Sexualwissenschaften veröffentlicht hat.

Wer im Trailer-Park unterwegs ist, kann auch etwas lernen: Hans Ulrich Gumbrecht verwandelt seine Zuneigung zu Kalifornien „mit feinem Gespür für die eigene Haltung“ in literarische Skizzen, meint Nico Bleutge über California Graffiti. Bilder vom westlichen Ende der Welt (Hanser).

Der Moskauer Lyriker Jewgeni Jewtuschenko erhält den Kremlpreis, die höchste Auszeichnung seines Landes. Er gilt als der letzte lebende große Dichter der Sowjetliteratur.

Erich Maltezke habe mit Schimmelmann. Schatzmeister des Königs. Ein dokumentarischer Roman (Wachholtz) „einen angenehm trockenen und sehr lesenswert erzählten wie gründlich recherchierten Roman über diesen Tycoon des 18. Jahrhunderts“ geschrieben, rezensiert Stephan Opitz.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Richtig so: David Grossmann erhält den Friedenspreis“ – Felicitas von Lovenberg gratuliert ebenfalls einer der „eindrucksvollsten Persönlichkeiten der internationalen Literatur“.

Höllenlehre für die deutsche Sprache – dreifach Dante stellt Andreas Platthaus vor: Dante Alighieri, La Commedia – Die Göttliche Komödie I (Reclam), in Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler; Dante Alighieri, Die Göttliche Komödie. Mit den Illustrationen von Sandro Botticelli , in der Übersetzung von Karl Bartsch (Marix); Dante Alighieri, Die Göttliche Komödie. Illustriert von Gustave Doré (WBG).

„Sprachwunder“: Dieter Fortes Tetralogie der Erinnerung (Fischer TB).

Hinweis auf Ausstellung und Buch: Freddy Langers Blind Date. 40 Schriftsteller inkognito (Knesebeck).

Sachbücher in Kürze:
Peter Stuiber, Maßgeschneidert modern. Adolf Loos – Leben, Werk und Nebenwirkungen (Metroverlag)
Thorsten Roelcke, Geschichte der deutschen Sprache (C.H. Beck)
Alain Supiot, L’esprit de Philadelphie. La justice sociale face au marché total (Editions Seuil)

Ein Gespräch mit den Schriftsllern Martin Kluger, Ulrich Peltzer und David Wagner über amerikanische Fernsehserien wie Lost, Six Feet Under & Co.: Auch unter Literaten trifft man immer öfter auf leidenschaftliche Serienseher – die drei Fans über ihre Liebe zur DVD-Box und die Folgen für das Schreiben.

Die Welt

„Von der Macht des flexiblen Geistes“: Auch Tilman Krause freut sich über den Friedenspreis für David Grossman: „Besser konnte die Entscheidung nicht fallen.“

Financial Times Deutschland

„US-Kartellwächter kreisen Apple ein“: Die Kartellwächter stoßen sich am Ausschluss anderer Werbenetzwerke durch Apple, zum Beispiel Googles Plattform Admob. Apple drängt die Entwickler dazu, sich aus Anzeigen der eigenen Werbeplattform iAd zu bedienen, erhalten 40 Prozent der Einnahmen und Apple den Rest. Google hat aber auf Angriff geschaltet.

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