Berlin hat wieder eine Heinrich-Heine-Buchhandlung

Gerd Gerlach

Es lebe die Krise! steht auf einem Plakat, das ein stadtbekannter Anonymus an die Tür der seit Februar geschlossenen Buchhandlung Starick [mehr…] geklebt hat. Zu DDR-Zeiten als Heinrich-Heine-Buchhandlung bekannt, hatte nach der Vereinigung die Buchhändlerin Margrit Starick, die Räume am Rosenthaler Platz übernommen. Der Name „Heinrich-Heine“ musste damals aus rechtlichen Gründen abgegeben werden.

Nun ist er wieder da. Margrit Staricks Ehemann Gerd Gerlach, der die Geschäfte an diesem Standort führte, eröffnet heute nur wenige Schritte entfernt, am Weinbergsweg 3, die gut 70 Quadratmeter große Heinrich-Heine-Buchhandlung. Gerlach wird die Kunden künftig gemeinsam mit einer Auszubildenden und einer Teilzeitkraft betreuen.

Gestern Abend wurde die Eröffnung mit Nachbarn, Kunden, Freunden und Kollegen aus der Branche gefeiert. Und viele bedankten sich mit einem Blumenstrauß, dass es am Rosenthaler Platz nun wieder eine Buchhandlung gibt. Bei Wein und Häppchen kam das Publikum zudem in den Genuss eines literarischen-musikalischen Heinrich-Heine-Programms mit dem Interpreten und Gitarristen Jörg Kokott.

Und die Kunden konnten sogar selbst aktiv werden: Alle waren aufgefordert, über den Schriftzug für das Logo und die Außenwerbung „ihrer“ Buchhandlung abzustimmen. Man darf gespannt sein. Die vier Entwürfe im Schaufenster sorgten gestern Abend für viel Gesprächsstoff.

ML

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