Bildbericht: Klosterbuchhandlung Maria Laach vergrößert Laden um mehr als das Doppelte

Laden wegen großen Erfolgs vergrößert. Das sind Nachrichten, die man aus dem Buchhandel selten hört in diesen Tagen. In diesem Fall kommt die Nachricht sogar aus der Provinz und aus dem christlichen Sortiment: Aus der ars liturgica Buch- und Kunsthandlung in Maria Laach. Hier erste Bilder vom Laden.

Mit einem akzentsetzenden Neubau hat der Gesellschafter, das Kloster Maria Laach, die Fläche um mehr als das Doppelte von 200 Quadratmeter bisher auf 450 qm vergrößert. Soeben wurde die neue gestaltete Klosterbuchhandlunng erstmals der Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Für Geschäftsführer Matthias Wilken und sein Team ist der Neubau eine Belohnung aus einem seit langem gut umgesetzten Konzept. „Wir brauchten nichts am Sortiment und an unserer Strategie zu ändern, wir können es aber jetzt noch besser zeigen“, sagt er. In der alten Buchhandlung haben sich am manchen Tagen die Kunden im Laden so gedrängelt, dass kaum mehr ein Durchkommen war. „Der Zuspruch und die Zufriedenheit der Kunden ist gut und unser Sortiment wird gut angenommen“, nennt Wilken die positiven Indikatoren für den bisherigen Kurs.

Es sind nicht nur die verbauten Materialien, die sofort auffallen, es ist auch die Form des Neubaus, die am Ort sofort ins Auge sticht. Während die meisten umstehenden zum Kloster gehörenden Gebäude aus Naturstein mit schwarzen Schieferdächern bestehen, sticht die neue Buchhandlung in Form eines markanten Rundbaus heraus, der ganz aus Glas und Stahl besteht.

„Wir wollten mit der Zeit gehen und moderne Materialien einsetzen“, sagt Wilken und erläutert die Idee: „Dadurch wirkt das Gebäude leicht und nimmt etwas zurück. Denn wir wollten zwar bewusst einen Akzent setzen, aber nicht am Ort dominieren“.

Die runde Form soll Ruhe ausstrahlen und Lust machen, das Sortiment zu erkunden. In der Mitte des Raumes befindet sich eine Glaskuppel unter der ein kleiner Brunnen plätschert. Rundherum werden Waren präsentiert, ein Viertel des Runds sind mit Sitzgelegenheiten ausgestattet, die zum Verweilen einladen. „Mit der Buchhandlung wollen wir die Atmosphäre der Klosteranlage aufnehmen“, sagt Wilken.

Glanzpunkt des Ladens sind die Fenstermalereien im oberen Teil der Rundverglasung. Die Entwürfe dazu sind ein Geschenk aus dem Nachlass des Glaskünstlers Fra Sole. In Italien hat ist der Franziskanermönch bekannt für die Ausgestaltung zahlreicher Großkirchen. „Mit diesen Fenstern wird seine Glaskunst erstmals in Deutschland gezeigt“, so Wilken. Die Motive aus der Schöpfung mit „Schwester Sonne“ im Mittelpunkt bringen etwas Franziskanisches Flair in die benediktinische Klosteranlage.

1,5 Mio. Euro betrug das Investitonsvolumen für das neue Gebäude. „Das finanziert das Kloster als Gesellschafterin aus eigenen Mitteln und mit eigenem Risiko“, sagt Wilken. Immerhin: Die Kosten und der Zeitplan sind voll im Rahmen geblieben.

Aus Anlass der der Neueröffnung hat Wilken nicht nur ein großes Fest für seine Kunden organisiert, sondern auch einen Katalog mit besonderen Angeboten der örtlichen Presse beigelegt. „Schön, dass dies einige Verlage mit Zuschüssen ermöglicht haben“, sagt Wilken. Denn er sei dabei von einzelnen auch nicht-christlichen Verlagshäusern positiv überrascht worden. Er findet allerdings, für diese Form von Marketing in Zusammenarbeit mit den Buchhandlungen könnten noch mehr Verlage ihre Zurückhaltung ablegen.

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