Buchhandlung im Berliner S-Bahnhof Mexikoplatz muss ausziehen

Am 30. Juni muss die Bücherei für Geisteswissenschaft und soziale Fragen ihren Standort im S-Bahnhof Mexikoplatz räumen. Inhaber Manfred Kannenberg ist enttäuscht, denn es sind nicht wirtschaftliche Schwierigkeiten, die ihn nach über 25 Jahren zum Auszug zwingen. Das allgemeine Sortiment mit Schwerpunkt Anthroposophie konnte sich in dem ruhigen Wohngebiet von Zehlendorf gut halten. Doch vor einem guten Jahr verkaufte der Eigentümer, das Amt für Bundeseisenbahnvermögen, den denkmalgeschützten Jugendstilbahnhof an ein Autohaus und eine Imbisskette. Die neuen Besitzer waren an der Buchhandlung nicht interessiert. Mit Kannenberg kämpften Kunden und Anwohner vergeblich für den Erhalt des Standorts. Gespräche im politischen Bereich blieben ebenso erfolglos wie die Unterschriftensammlung einer Bürgerinitiative „Kulturbahnhof“. Nun zieht Kannenberg hundert Meter weiter in eine Gewerbevilla an der Argentinischen Allee 3. Er will weitermachen und die Tradition der Veranstaltungen fortsetzen, doch ein langfristiger Mietvertrag war auch am neuen Standort nicht möglich.

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