Carlsen streicht in künftigen Auflagen das Wort „Amazon“ in einem „Conni“-Buch

Ein Satz in einem Conni-Buch von Carlsen hatte gestern die Buchhändlerinnen Jutta Bummel und Annemarie Schneider (Buchhandlung Eulenspiegel, Hochheim) aufgebracht. Darauf hat der Verlag jetzt reagiert.

In Mein Leben, die Liebe und der ganze Rest erhält Conni von ihrer englischen Freundin Mandy einen Amazon-Gutschein: „Mandy hat mir neben ihrer Karte, auf die sie unzählige Kreuze und Os – für jede Menge Hugs and Kisses – gekritzelt hat, einen Amazon-Gutschein geschickt, den ich online einlösen kann. Spitze!“ Jutta Bummel und Annemarie Schneider erklärten in einer E-Mail an den Verlag, die Autorin Dagmar Hoßfeld, die Branchenpresse sowie Kolleginnen aus der AG Leseförderung: „Wie unsensibel ist das denn? Der unabhängige Sortimentsbuchhandel hat Conni von Anfang an begleitet und auf den Weg gebracht, lange bevor es Amazon gab. Wollen Sie wirklich der von manchen gewünschten Einstellung Amazon = Buchhandel Vorschub leisten?“

Der Verlag teilt dazu mit: „Conni-Bücher und so auch dieser Roman spiegeln die Alltagsrealität von Kindern und Jugendlichen und sind nicht zuletzt deswegen so erfolgreich. Wir bei Carlsen sehen uns klar als Unterstützer des stationären Sortiments und nehmen die Bedenken, die die Buchhändlerinnen in Ihrer E-Mail geäußert haben, sehr ernst. Auch der Autorin ist der lokale Buchhandel sehr wichtig. Dagmar Hoßfeld hat den Verlag gebeten, bei der nächsten Auflage den Namen des Internetanbieters ,Amazon’ zu streichen, so dass Conni von ihrer englischen Austauschfreundin dann einen ,Geschenkgutschein’ zum Geburtstag erhält.“

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