Dinslaken: Wie sich die Buchhändler im Wettbewerb rüsten

Nischen ausbauen und auf die Rückkehr der Kunden warten. Die Buchhändler in Dinslaken geben sich optimistisch, wenn Thalia in die nordrhein-westfälische Stadt eine neue Filiale aufmacht, berichtet die Rheinische Post.

„Wir hatten schon immer eine Außenseiterposition“, zitiert die Zeitung Eva Korn. Kunstgewerbliches, besondere Bildbände, Lyrik, das besondere Kinderbuch, mit diesen Dingen haben die Korns von jeher Nischen besetzt. Die wollen sie künftig weiter ausbauen. „Das könnte für unser Überleben von Bedeutung sein“, sagt Korn.

Brigitte Korn sieht in dem Riesen aus Hagen eine Gefahr für die Buchkultur. Wenn sich der Handel verändere, indem er etwa vorrangig das untere Preissegment bediene, ändere sich auch das Verhalten der Verlage. Das gut und aufwändig gemachte Buch – etwa mit Lesebändchen –, würde langfristig vom Markt genommen. Die Herstellung sei zu teuer, immer weniger Menschen seien bereit, dafür den Preis zu zahlen. Und was nicht nachgefragt wird, verschwindet. Für diese Stadt sei die Ansiedlung von Thalia eine Katastrophe. Ihre Furcht vor dem neuen Konkurrenten habe sie aber mittlerweile überwunden. „Wir wollen einfach noch besser werden“, wird sie zitiert.

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