DOUGLAS: Gewinn steigt im Kalenderjahr 2003 um gut 10 Prozent / Dividende steigt ebenfalls um rund 10 Prozent / Fokus auf Expansion von Thalia

Die DOUGLAS-Gruppe hat trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen im Einzelhandel ihre Ergebnisziele für 2003 übertroffen. Bezogen auf das Kalenderjahr 2003 konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach vorläufigen Zahlen um gut 10 Prozent gesteigert werden (Vorjahr: 95 Millionen Euro). Im Rumpfgeschäftsjahr 2003 (1. Januar bis 30. September) erreichte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eine Höhe von 3,6 Millionen Euro nach -2,9 Millionen Euro im Vorjahr.

Die DOUGLAS-Gruppe ist. das wurde auf der heutige Bilnazpressekonferenz bekannt gegeben, gut in das neue Geschäftsjahr 2003/2004 gestartet. Nach einem insgesamt zufriedenstellenden Weihnachtsgeschäft erzielte der Konzern im 1. Quartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2003) Umsätze in Höhe von rund 800 Millionen Euro. Das entspricht – auf Basis des aktuellen Beteiligungsportfolios – einem Plus von 1,4 Prozent. Bezogen auf das Kalenderjahr 2003 entspricht dies einem Plus von 3,3 Prozent.

Im 1. Quartal konnten die Douglas-Parfümerien mit 2,8 Prozent Umsatzwachstum und die Thalia-Buchgruppe mit 5,0 Prozent Umsatzwachstum weitere Marktanteile hinzugewinnen. Der Geschäftsbereich Schmuck blieb um 3,8 Prozent, der Bereich Mode um 5,4 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Der Geschäftsbereich Süßwaren konnte im ersten Quartal seinen Umsatz um 0,5 Prozent steigern. Detaillierte Zahlen zum 1. Quartal des Geschäftsjahres 2003/2004 veröffentlicht der DOUGLAS-Konzern am 11.02.2004.

Dr. Henning Kreke, Vorsitzender des Vorstandes: „Nach einem insgesamt erfolgreichen Geschäftsverlauf im vergangenen Jahr werden wir unsere ertragsorientierte Wachstumsstrategie auch in 2004 weiter fortführen. Im Fokus steht dabei die Expansion der Douglas-Parfümerien in ganz Europa sowie der Thalia-Gruppe im deutschsprachigen Raum. Aber auch bei Christ sind wir zuversichtlich, die Talsohle durchschritten zu haben. Die Anzeichen für eine leichte konjunkturelle Belebung mehren sich. Sollte sich das Konsumklima im Laufe des Jahres spürbar verbessern, werden die Fachgeschäfte der DOUGLAS-Gruppe zu den ersten gehören, die davon profitieren.“

Die Douglas-Parfümerien werden ihr internationales Wachstum fortsetzen mit dem Ziel, die europäische Marktführerschaft nachhaltig auszubauen. Europaweit sind rund 50 Neueröffnungen sowohl in den bestehenden Märkten in Westeuropa als auch in den neuen, rasch wachsenden Märkten Osteuropas geplant. Hier wächst Douglas insbesondere in Polen und Ungarn aus eigener Kraft und ist auf gutem Weg, in nächster Zeit in beiden Ländern eine marktführende Position zu besetzen.

Im Geschäftsbereich Schmuck liegt der Fokus für Christ Deutschland darauf, die marktführende Position in Deutschland zu sichern und die Marke Christ weiterzuentwickeln. Dazu wird die Schmuckkompetenz im Bereich Diamanten und Exklusivmarken weiter gestärkt. Darüber hinaus plant Christ die Neueröffnung von sieben Juweliergeschäften sowie zahlreiche Umbauten und Modernisierungen.

Im Buchbereich liegt der Schwerpunkt auf dem Ausbau der Marktführerschaft im deutschsprachigen Raum. Das gilt gleichermaßen für die Buchhandlungen von Thalia in Deutschland, Jäggi & Stauffacher und ZAP in der Schweiz sowie Amadeus in Österreich, wo weitere Neueröffnungen geplant sind. Expansionschancen bieten sich in allen drei Ländern auch durch die Akquisition gut eingeführter regionaler oder lokaler Sortimentsbuchhandlungen, die in das Profil von Thalia passen. Wie groß das Wachstumspotenzial im Buchbereich ist, zeigt die Tatsache, dass Thalia als Marktführer in Deutschland gerade einmal einen Marktanteil von rund 5 Prozent hat.

Im Bereich Mode wird Appelrath-Cüpper mit der Eröffnung eines rund 4.000 Quadratmeter großen Damenmodehauses ab September 2004 auch in Hamburg vertreten sein. Der Schwerpunkt im Bereich Süßwaren liegt weiter auf einem strikten Kosten- und Sortimentsmanagement sowie der weiteren Optimierung des Filialnetzes, um die Ertragslage zu stärken.

Für das weitere wertorientierte Wachstum hat die DOUGLAS-Gruppe im Geschäftsjahr 2003/2004 ein Investitionsvolumen von 110 bis 120 Millionen Euro geplant. Davon sind rund 100 Millionen Euro für die drei Kerngeschäftsbereiche Parfümerien, Schmuck und Bücher vorgesehen.

Rumpfgeschäftsjahr 2003 (1. Januar bis 30. September)

Im Rumpfgeschäftsjahr stiegen die Umsätze gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Bereinigt um die Vorjahresumsätze der verkauften Beteiligung an Sport Voswinkel steigerte der DOUGLAS-Konzern die Umsätze um 4,3 Prozent. Das operative Ergebnis per 30. September 2003 lag mit 3,6 Millionen Euro über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-2,9 Millionen Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte im Rumpfgeschäftsjahr 81,3 Millionen Euro nach 70,3 Millionen Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge – also das Verhältnis von EBITDA zum Nettoumsatz – lag per 30. September 2003 bei 5,6 Prozent nach 4,9 Prozent im Vorjahr.

Aufgrund dieser insgesamt erfreulichen Entwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 24. März 2004 vorschlagen, für das Rumpfgeschäftsjahr 2003 eine Dividende von 0,75 Euro je Stückaktie zu zahlen. Das entspricht rechnerisch einer Dividendenzahlung, die zeitanteilig rund 10 Prozent über dem Vorjahresniveau liegt. Mit dieser Maßnahme möchten Vorstand und Aufsichtsrat ihre Zuversicht in das weitere ertragreiche Wachstum der DOUGLAS-Gruppe zum Ausdruck bringen. Gleichzeitig möchte die DOUGLAS-Gruppe das Signal setzen, dass man auch im schwierigen deutschen Handelsumfeld mit einer auf Service, Qualität und Ambiente ausgerichteten Strategie – auch oder gerade ohne massive Rabatte – erfolgreich sein kann.

Die Douglas-Parfümerien konnten ihre marktführende Position in Europa weiter ausbauen. Die 769 Parfümerien erzielten im Rumpfgeschäftsjahr 2003 einen Umsatz von 836 Millionen Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 4,9 Prozent. Dabei wurde das Wachstum mit 12,0 Prozent stark vom Ausland bestimmt. Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz der Parfümerien stieg auf 38 Prozent und das internationale Filialnetz konnte durch 34 Neueröffnungen auf jetzt 349 Parfümerien erweitert werden. Durch den Markteintritt in Russland zu Beginn des Jahres 2003 und die Eröffnung der ersten Parfümerie in Slowenien im Oktober 2003 ist Douglas mittlerweile in 14 Ländern vertreten. Damit hat sich die Zahl der Märkte, in denen Douglas erfolgreich ist, in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt.

Der Geschäftsbereich Schmuck verzeichnete per 30. September bei einem Umsatz von 242 Millionen Euro ein Minus von 6,2 Prozent. Erfreulicherweise entwickelten sich dabei die 187 Christ-Juweliergeschäfte in Deutschland deutlich besser als der Branchenschnitt. Die Umsätze blieben nur um 1,4 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. So konnte Christ die Position als Marktführer im Einzelhandel für schicken Schmuck und schöne Uhren in der mittleren bis gehobenen Preislage behaupten. Gold Meister und Christ in der Schweiz blieben hingegen hinter den Vorjahreszahlen zurück. Das galt auch für die 11 Juweliergeschäfte von René Kern.

Die Thalia-Gruppe konnte ihre führende Marktposition im deutschsprachigen Raum weiter ausbauen. Die 106 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz steigerten den Umsatz um 25,2 Prozent auf 228 Millionen Euro. Ohne die erstmals zum 1. Oktober 2002 konsolidierten Amadeus-Buchhandlungen ergab sich ein Plus von 5,9 Prozent. In Deutschland ist Thalia mit 79 großflächigen Sortimentsbuchhandlungen vertreten. Der Umsatz stieg trotz eines um 2,4 Prozent rückläufigen Branchenumfeldes um 9,5 Prozent auf 159 Millionen Euro. In Österreich ist die Thalia-Gruppe mit der Buchhandelsgruppe Amadeus und in der Schweiz mit fünf ZAP-Buchhandlungen und zehn Filialen von Jäggi & Stauffacher Marktführer im Bereich der Sortimentsbuchhandlungen.

Der Geschäftsbereich Mode blieb im Rumpfgeschäftsjahr 2003 mit 126 Millionen Euro um 9,6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Der DOB-Spezialist Appelrath-Cüpper konnte sich mit einem Umsatzminus von 8,6 Prozent der schlechten Branchensituation ebenso wenig entziehen wie Pohland; die Umsätze des Herrenausstatters lagen 12 Prozent unter Vorjahr. Wie der Textilbereich waren auch die Süßwaren vom extrem heißen Sommer betroffen. Die Umsätze der 222 Hussel-Geschäfte gingen um 1,5 Prozent auf 44 Millionen Euro zurück.

Mit Blick auf die Zukunft ist festzustellen, dass die Tochtergesellschaften der DOUGLAS-Gruppe mit ihrem Fokus auf erstklassigem Service, herausragender Qualität und erlebnisorientiertem Ambiente in einem zunehmend preisaggressiven Wettbewerbsumfeld gut positioniert sind. Es zeigt sich, dass man mit der richtigen Strategie auch oder gerade ohne massive Preisreduzierungen im Handel erfolgreich sein kann. In diesem Zusammenhang bilden die über 18.000 freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im In- und Ausland mit ihrer hohen Service- und Beratungskompetenz für die DOUGLAS-Gruppe einen echten Wettbewerbsvorteil.

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