Douglas Holding: Internethandel steigt um 21 Prozent – aber nicht in der Buchsparte / Ebitda um 12,8 Prozent gesunken

Die beiden Schlagsätze in der Einleitung zum ersten Quartalsbericht der Douglas Holding fassen die Situation im Flächeneinzelhandel treffend zusammen: „Ergebnis von Thalia durch Umsatzverschiebungen ins Internet belastet“, „Buchbereich vor großen Herausforderungen“ und „Dynamischer Anstieg der Online-Umsätze (+21 %) auf über 80 Millionen Euro“.

Douglas (+4,9 %) und Christ (+10,6 %) dürften den Aktionären mehr Spaß machen als die Buchhandelssparte der Holding. Zwar konnte die Thalia-Gruppe noch einen Umsatzanstieg von 1,0 Prozent auf 321 Millionen Euro melden. Hierzu trugen Deutschland mit einem Umsatzanstieg von 0,5 Prozent und das Ausland mit 2,8 Prozent bei. Die Online-Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahr aber nur um 3 Prozent auf über 45 Millionen Euro. Damit wächst die Buchsparte nicht so stark wie die übrigen Geschäfte.

Die anhaltende Umsatzverschiebung aus dem stationären Handel ins Internet sowie die zunehmende Bedeutung von E-Books stellen Thalia – wie die gesamte Buchbranche – vor große
Herausforderungen, heißt es denn auch treffend im Bericht. Thalia habe bereits erste Maßnahmen eingeleitet, um sich für diese Herausforderungen zu rüsten. Hierzu zählen im stationären Filialgeschäft Flächenoptimierungen, Untervermietungen und Standortschließungen sowie der moderate Ausbau der Nonbook-Sortimente.
Der Buchhandel belastet auch die Gewinnsituation bei Douglas: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ist um 12,8 Prozent gesunken. Dr. Henning Kreke, Vorsitzender des Vorstandes, übt sich in Optimismus: „Die DOUGLAS-Gruppe ist insgesamt zufriedenstellend ins Geschäftsjahr 2011/12 gestartet“, sagte anlässlich der Vorlage des Quartalsberichtes.

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