Dussmann: Irritation über Stil der Kündigung von Martina Tittel

Die gestrige Presseerklärung von Peter Dussmann zur Trennung von Martina Tittel [mehr…] hat wegen ihres abrupten Stils zu Irritationen in der Branche geführt. Über die Gründe, die zum Zerwürfnis führten, kann also nur weiter spekuliert werden, da sich alle Beteiligten in Schweigen hüllen. Weder Peter Dussmann, der Berlin inzwischen verlassen hat, noch Martina Tittel, die inzwischen einen Anwalt eingeschaltet hat, wollen sich zur Sache äußern.

Hartwig Schulte-Loh

Auch Tittels Nachfolger Hartwig Schulte-Loh (48) war bisher nicht zu sprechen: Der Diplom-Politologe und Betriebswirtschaftler hatte schon von 1998 bis 2000 das Kulturkaufhaus geleitet und war dann in die Geschäftsführung der Studio Babelsberg GmbH und von vivendi Deutschland gewechselt. Vor Dussmann war er Anfang der 90er Jahre Manager des kurzlebigen Kaufhauses fnac in Berlin.

Nach wie vor weiß man nur, was unter den Mitarbeitern kursiert: dass die Entlassung etwas mit einer angeblich ablehnenden Haltung von Martina Tittel bezüglich der verlängerten Öffnungszeiten zu tun haben könnte. Firmensprecher Ritter hat im TAGESSPIEGEL dieser Darstellung widersprochen, wollte aber keine Angaben über den „wahren“ Grund der Kündigung machen.

Hier könnte aber doch der Grund für den Zwist liegen: Schulte-Loh hatte mit seinem Ladenschluss-Experiment damals das Kulturkaufhaus bundesweit bekannt gemacht – dass der Laden aber jetzt die ganze Nacht geöffnet bleiben soll (was wieder bundesweit kommentiert wurde), ist auf Dauer kaum rentabel durchzusetzen, aber sicherlich medienwirksam. Es könnte also durchaus sein, dass sich Hartwig Schulte-Loh damit wieder bei seinem alten Chef in gute Erinnerung gebracht hat.

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