AG VJS: Verlage sollen sich zu ihren Vertriebspartnern bekennen

Die AG Verlagsunabhängiger Juristischer Sortimente (AG VJS) tagte am 4. und 5. März über den Dächern von Berlin (Foto)auf Einladung von Dr. Tillmann Röpenack (SOLON Buch-Service). Jetzt sind fünfzehn Firmen Mitglieder des Vereins.

Über den Dächern von Berlin

Nach den üblichen vereinsrechtlichen Regularien (der gesamte Vorstand wurde wiedergewählt) begann die Tagung mit einem Referat von Tillmann Röpenack über die aktualisierte Internetseite www.mein-bibliothekar.de, die in Kürze online gehen wird. Außerdem stellte er seinen Katalog als eigenständige Bibliografie für die AG-Mitglieder vor.

Angedacht wurde das Konzept einer Kooperation mit einem Großhändler, angelehnt an bestehende Systeme, um einen Gemeinschaftseinkauf zu organisieren. Das Thema soll zur Buchmesse weiter vertieft werden.

Das offizielle Erinnerungsfoto

Die Mitglieder beschlossen ihre Zusammenarbeit auch verstärkt zum Informationsaustausch zu nutzen. Auch eine Möglichkeit weitergehender Kooperationen wurde diskutiert, wie der Wuppertáler Buchhändler Michael Kozinowski berichtet, der verrät, dass „auch das „leidige“ Thema des Direktvertriebs preisreduzierter „Mängelexemplare“ angesprochen worden sei. Kozinowski: „Damit wird das Preisbewusstsein beim Endkunden beschädigt!“

Fazit: Die Mitglieder werden die entsprechenden Verlage weiter beobachten und ggf. die Preisbindungstreuhänder einschalten.

Als Gäste nahmen mit Günter Kopietz, Christian Appelt und Dirk Schwarze-Müller eine „Delegation“ von C.H.Beck teil. Ausführlich wurde mit ihnen über Beck-online und die Vertriebsmöglichkeiten diskutiert. Die Vereinsmitglieder machten ihre Kernforderung deutlich: Der Verlag soll sich zu seinen Vertriebspartnern bekennen und sie als solche in seiner Werbung, auch online herausstellen. Kozinowski: „Hier erwarten wir eine deutliche Nachbesserung“, die vom Verlag geprüft werden soll.

Es folgte ein Austausch der gegenseitigen Erwartungen an den Handelspartner. Die Buchhändler erwarten einen Datenbankvertriebsstandard, wie er im Zeitschriften- und Fortsetzungsgeschäft üblich ist. Dieser Wunsch soll auch an andere Verlage herangetragen werden. Die Gruppe trifft sich wieder während der Buchmesse in Frankfurt.

Teilnehmer:
Juristische Fachbuchhandlung am Landgericht GmbH / Herr Borowski, Frau Streibel
Fachbuchhandlung Erhard G. Leydorf KG / Herr Leydorf
Buchhandlung v. Mackensen / Herr Kozinowski
Ferdinand Schöningh GmbH & Co.KG / Herr Wolz
SOLON Buch-Service GmbH / Herr Dr. Röpenack, Herr Elteste
Buchhandlung Graff GmbH / Herr Henschke
Fachbuchhandlung Hein & Sohn OHG / Herr Hein
Metzlersche Buchhandlung / Herr Daub
Rickersche Universitätsbuchhandlung / Herr Kohlheyer
Buchhandlung Georg Blendl GmbH & Co.KG / Herr Blendl
Konstanzer Bücherschiff /Söhnen-Meder GmbH / Herr Söhnen
Kay Deubner Fachbuchservice e.K./ Herr Deubner

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