Fischer in Jülich mit zweitem Laden 15 Meter weiter jetzt bei 1000 qm

Wolfgang Hommel sagt: In unser 135 jährigen Geschichte gab es immer eine Buchhandlung neben uns, aber ich wollte nie eine Buchhandlung über uns haben“. Die Folge seiner Überlegungen und die seiner „vielen verworfenen Konzepte“ ist jetzt nach Ende der Ferien, wo viele wissen wollen, was in der Ferienzeit wohl alles passiert ist, das Highlight in Jülich.

In diesen Wochen hatte man in Jülichs Fussgängerzone angesichts der Ankündigung in

Neue Filiale Fischer junior

einem leerstehenden Ladenlokal, hier entstehe FISCHER junior., gerätselt: „Dat is von dem Fischer sein Sohn“ — „Jetzt hat einer dem Fischer seinen Namen geklaut!“

Seit dem 30. August gibt es mit FISCHER junior eine Filiale des 135 Jahre alten Familienbetriebes Fischer (700qm) in Jülich. Das Geschäft liegt in unmittelbarer Nähe zum Stammgeschäft – die Eingänge liegen nur 15 Meter auseinander – und bietet ein Novum für eine Stadt dieser Größe: Auf 300 qm Verkaufsfläche sind alle Warengruppen der traditionellen Buch- und Schreibwarenhandlung Fischer zusammengefasst, die für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene interessant sind.

Schwerpunkt junge Warengruppen

Hommel: „Das sind zunächst traditionell Kinder- und Jugendbücher, die auch so häufig von Müttern und Großmüttern gekauft werden, dass die Einrichtung für alle anregend wirken muss. Ergänzt wird das Sortiment um Mangas, Musik-Band- Biographien und Jugendzeitschriften. Daran schließen sich Geschenkartikel von Nici, Depesche, Coppenrath, Esprit und anderen Herstellern an. Im Untergeschoss des zwei-etagigen Ladenlokals befinden sich die „Muss-Artikel“: Schulbedarf und Schülerausstattung sowie Spaßartikel.“

Das neue Konzept wurde kurzfristig entwickelt und umgesetzt, weil „der Markt es in Jülich erforderte und die Gelegenheit günstig war“. Innerhalb weniger Wochen wurde das Ladenlokal mit örtlichen Handwerkern und der Einrichtungsfirma Christenhusz renoviert und neu gestaltet. Das Erstaunliche: Alle Arbeiten wurden trotz Sommerpause fristgerecht ausgeführt; nur auf das lange bestellte Cash-Gerät wartet man immer noch!

Drei Tage nach Eröffnung von FISCHER junior ist die Resonanz überwältigend, wie Hommel sagt – Schulanfang und die Neugierde der Jülicher, was in dem lange leerstehenden Ladenlokal passiert, tun ein übriges. Der Andrang ist groß und das Echo positiv – und das für alle Abteilungen im neuen Laden. Damit ergab sich die Möglichkeit, eine weitere Stelle zu schaffen und eine Auszubildende zu übernehmen, die in diesem Sommer als 100. Auszubildende des Betriebes seit 1945 ihre Prüfung erfolgreich absolvierte.

Im Stammgeschäft frei gewordene Flächen wurden zunächst mit Saisonartikeln gefüllt, die traditionell immer zu wenig Platz bekommen; so können endlich die Kalender adäquat präsentiert werden. Die Flächen werden nun neu geplant, damit auch der „erwachsene“ Kunde in Jülich seine Bücher und Schreibwaren in passender Atmosphäre begutachten kann.

Insgesamt hat Fischer jetzt also 1000 qm VK Fläche in Jülich – und scheint damit gut gerüstet – siehe oben. Hommel: „Wir sind jetzt neugierig, ob und wie auf Dauer sich zwei Läden nebeneinander entwickeln.“ Was er damit meint: „Ob uns nicht auf Dauer die jungen Mütter im Stammladen fehlen.“. Aber ein Blick auf seine Monitore, mit denen er seine Läden im Blick hat, beruhigt ihn: „Ich sehe, dass auch im alten Laden genauso viel Kinderwagen wie früher sind.“

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