MDG: Religiöse Buchhandlungen sind gegen den Trend Wachstumsunternehmen

Religiöse Buchhandlungen haben zwar einen deutlich geringeren durchschnittlichen Umsatz, doch sie sind im vergangenen Jahr gegen den Trend um 1,3 Prozentpunkte gewachsen, meldet die MDG Medien-Dienstleistung GmbH aus München. Besonders profitabel zeigt sich weiterhin der Klosterbuchhandel.

So schreibt die MDG: „Die eben veröffentlichten Zahlen des Jahresbetriebsvergleiches Sortimentsbuchhandel 2008, durchgeführt vom Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (IfH), zeigen eine deutliche Entwicklung für den Buchhandel: Die Minuswerte der vergangenen Jahre weiten sich aus. Neben einem Umsatzrückgang um 1,1 Prozentpunkte ging in den 194 teilnehmenden Sortimentsbuchhandlungen auch der Rohertrag (durchschnittlich 31,3 Prozent vom Umsatz) weiter zurück. Das bereits im Jahr 2007 negative Betriebsergebnis verschlechterte sich weiter auf -0,5 Prozent vom Umsatz.

Interessant ist nun der Vergleich der Zahlen des Jahresbetriebsvergleichs Sortimentsbuchhandel mit den Ergebnissen der beiden Betriebsvergleiche „Religiöses Buch“, welche die MDG auch in diesem Jahr im Auftrag des KM. (katholischermedienverband e. V.) für Klosterläden bzw. religiöse Sortimentsbuchhandlungen erstellt hat. Insgesamt nahmen daran 49 religiöse Fachsortimente und Klosterläden teil.

Stellt man die Ergebnisse dieser Betriebsvergleiche nebeneinander, so zeigen sich einige Parallelen, aber gleichzeitig auch deutliche Unterschiede zwischen allgemeinem und religiösem Sortimentsbuchhandel: So liegt der Durchschnittsumsatz der teilnehmenden Buchhandlungen beim IfH-Betriebsvergleich mit T€ 1.302,0 deutlich höher als bei den Teilnehmern im religiösen Buchhandel (T€ 806,3). Allerdings konnten die religiösen Sortimenter für das Jahr 2008 eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 1,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Die Klosterläden erzielen mit durchschnittlich T€ 426,3 zwar deutlich weniger Umsatz, aber auch sie konnten ihre Umsatzleistung im vergangenen Jahr steigern.

Eine Stärke der religiösen Sortimenter und Klosterläden zeigt sich beispielsweise auch beim Vergleich des Barumsatzes je Barverkauf.“

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.