Versandbuchhändler wollen mit bevh fusionieren

Der Bundesverband der Deutschen Versandbuchhändler plant die Verschmelzung mit dem branchenübergreifenden Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) mit Sitz in Berlin. Die Mitgliederversammlung der Versandbuchhändler machte am gestrigen Dienstag in Ulm den Weg für eine Verschmelzung frei.

Sie erteilte mit großer Mehrheit dem Verbandsvorstand das Mandat, die formalen Voraussetzungen hierfür zu schaffen. Im Rahmen außerordentlicher Mitgliederversammlungen soll die Verschmelzung der beiden Verbände dann im Oktober vollzogen werden.

Frederik Palm, der Vorstandsvorsitzende der Versandbuchhändler, begründete den Schritt mit den Strukturveränderungen im Markt, die auch die Versandbuchhändler getroffen hätten. Der Rückgang der Zahl der Mitgliedsunternehmen führe zu einem Rückgang des finanziellen Spielraums des Verbandes. Auch laufe der Verband Gefahr, in Berlin und Brüssel nicht mehr wahrgenommen zu werden. Die Verbindung mit dem bevh gewährleiste den Mitgliedern einen breit aufgestellten Service, verbessertes Marketing, die Bündelung der Versenderinteressen, die Öffnung zu verwandten Branchen und eine gestärkte Interessenwahrnehmung.

Gero Furchheim, Präsident des bevh, war nach Ulm gekommen und hatte in seinem Grußwort ein „Zusammenfinden auf Augenhöhe“ angeboten. Wenn zu den aktuell ca. 300 Mitgliedern des bevh 160 Versandbuchhändler dazukämen, sei dies ohnehin eine relevante Größe. Auch habe er Respekt vor der Tradition des 1901 in Leipzig gegründeten Verbandes, der seine Eigenständigkeit bewahren solle.

Der Verschmelzungsvertrag sieht das Fortbestehen des Verbandes der Versandbuchhändler als Fachgruppe im bevh mit einem Sitz in Präsidium und Vorstand, eigenem Finanzhaushalt und eigener Geschäftsstelle vor.

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