Für den Jugendroman "Reden ist Verrat. Nach der wahren Geschichte der Freddie Oversteegen" (Gerstenberg Verlag). Der Gustav-Heinemann-Friedenspreis wurde an Wilma Geldorf und Verena Kiefer verliehen

Die niederländische Autorin Wilma Geldof und die Übersetzerin Verena Kiefer erhielten am vergangenen Freitag den Gustav-Heinemann-Friedenspreis für den Jugendroman Reden ist Verrat. Nach der wahren Geschichte der Freddie Oversteegen (Gerstenberg Verlag).

v.li.n.re.: Wilma Geldof, Verena Kiefer, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft NRW, Foto: Roland Zerwinski, Landeszentrale für politische Bildung NRW

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft, verlieh die mit 7500 Euro dotierte, renommierte Auszeichnung im Düsseldorfer Heinrich Heine Haus.

Wilma Geldof, 1962 in Alpen am Rhein geboren, schreibt seit ihrer Kindheit. Sie arbeitete viele Jahre als sozialmedizinische Pflegekraft in der Psychiatrie und anschließend beim niederländischen Kinderschutzbund. 2001 erschien ihr erstes Kinderbuch. Sie wohnt in Haarlem und widmet sich ganz dem Schreiben.

Verena Kiefer, 1964 in Saarbrücken geboren, arbeitete nach ihrer Ausbildung zunächst als Buchhändlerin. Anschließend studierte sie Sprach- und Literaturwissenschaften. Seit 1997 ist sie freie Übersetzerin. Verena Kiefer lebt und arbeitet im Westerwald und ist seit 2010 auch Lehrbeauftragte für Niederländisch an der Universität Siegen.

Zum Romaninhalt: Der Jugendroman erzählt vom Widerstand in den von den Nationalsozialisten besetzen Niederlanden. Im Mittelpunkt der auf realen historischen Personen und Ereignissen basierenden Geschichte steht das Mädchen mit den Zöpfen Freddie Oversteegen, die sich zusammen mit ihrer Schwester Truus, einer kommunistischen Widerstandstruppe anschließt.Die besondere Stärke des ästhetisch ansprechenden Romans liegt darin, dass er Fragen der ethischen Dimensionen des Widerstands bzw.dessen Grenzen auch unter den  Bedingungen brutaler Unterdrückung und Menschenfeindlichkeit vielschichtig verhandelt und psychologisch differenzenziert an die Figuren rückkoppelt. Zudem reflektiert das auch erinnerungskulturell bedeutsame Werk Gruppendynamiken und asymmetrische) Geschlechterbeziehungen.

 

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