Für ihr Kinderbuch „Kleine Gutenachtgeschichten“ (Verlag Antje Kunstmann) Der LUCHS-Preis Januar geht an Kitty Crowther

Der erste LUCHS-Preis im neuen Jahr geht an Autorin und Illustratorin Kitty Crowther für ihr Kinderbuch Kleine Gutenachtgeschichten, das beim Verlag Antje Kunstmann in der Übersetzung von Tobias Scheffel erschienen ist. Empfohlen ist es für Kinder ab 5 Jahren.

Radio Bremen stellt das Buch und die aktuellen Preisträger vor: am Donnerstag, den 6. Januar 2022, um 15.10 Uhr auf Bremen Zwei und am Samstag, den 8. Januar 2022, um 13.40 Uhr auf COSMO. Das Gespräch zum Buch wird online abrufbar sein unter www.radiobremen.de/luchs.

In der Rahmengeschichte des Buches kann ein Bärenkind nicht einschlafen. Deswegen bittet es seine Mutter um gleich drei Gutenachtgeschichten. Zuerst erzählt die Mutter von der Nachtwächterin, die mit ihrem Gong jeden Abend alle Tiere des Waldes zum Schlafen in ihre Nester und Höhlen schickt. Und jeden Abend schickt sie sich mit einem weiteren Gong kichernd selbst zu Bett. Weil das Bärenkind noch wach ist, folgt die Geschichte von dem Mädchen Zora, das im Wald nach der schönsten Brombeere sucht. Auf dem Rückweg verläuft sich Zora und trifft dabei die freundliche Fledermaus Jacko Mollo. Gemeinsam finden sie Ruhe, Jacko Mollo auf seiner Stange und Zora darunter auf dem Boden mit einer Blattdecke. In der dritten Geschichte kann Bo, ein Herr im Mantel, nicht einschlafen. Auf seiner Suche nach Schlaf begegnet er nachts dem Otter Otto, der ihm rät, mit seinem Mantel schwimmen zu gehen. Wie ein Otter gleitet Bo durchs Wasser. Und siehe da: Nach dem Schwimmen findet Bo endlich Schlaf, genauso wie das Bärenkind.

Das Buch erzähle von „der Geborgenheit, derer es dazu bedarf, von Vertrauen – und vom Mut, loszulassen“, findet die Rezensentin Judith Scholter in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT. Neben den entzückenden Geschichten gelingt es Crowther mit ihren Illustrationen „präzise die Magie des Übergangs“ einzufangen, die kurzen Momente, in denen man weder wach ist noch schläft. Crowther inszeniert dazu Fenster, Spalten und die Kinderzimmertür: „Wer einschlafen will, muss schließlich irgendwie hinüberkommen“, erkennt Scholter.

Die LUCHS-Jury empfiehlt außerdem: das Sachbuch Von Raben und Krähen von Britta Teckentrup (Jacoby & Stuart), empfohlen ab 6 Jahren, das Kinderbuch Das wird bestimmt ganz toll! Wenn ich groß bin… von der Labor Ateliergemeinschaft (Beltz & Gelberg), empfohlen ab 6 Jahren und das Jugendbuch Tage der Mondschnecke von Kate Allen (Woow Books), empfohlen ab 11 Jahren.

Jeden Monat vergeben DIE ZEIT und Radio Bremen den LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur. Aus den zwölf Monatssiegern wird der Jahres-LUCHS gewählt. Zur Jury gehören die Übersetzerin Brigitte Jakobeit, Benno Hennig von Lange vom Jungen Literaturhaus Frankfurt, die Radio Bremen-Redakteurin Ziphora Robina und Autor und Philosoph Jörg Bernardy. Den Vorsitz hat Katrin Hörnlein, die bei der ZEIT das Ressort Junge Leser und die Kinder- und Jugendliteratur verantwortet.

 

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