Auszeichnungen Der Österreichische Buchpreis 2020 geht an Xaver Bayer / Debütpreis für  Leander Fischer

Xaver Bayer wurde gestern für Geschichten mit Marianne (Jung & Jung) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. „Die literarische Moderne wird in diesen Geschichten aufgerufen und souverän in unterschiedlichen Genres eingesetzt – von der Horrorgeschichte bis zur Fantasy-Szenerie … Ein brillantes, facettenreiches Nachdenken über unsere Zeit“, heißt es in der Begründung der Jury.

Der Österreichische Buchpreis ist mit 20.000 Euro dotiert, die vier weiteren Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Ziel des Österreichischen Buchpreises ist es, die Qualität und Eigenständigkeit der österreichischen Literatur zu würdigen und ihr im gesamten deutschsprachigen Raum die gebührende Aufmerksamkeit zu verschaffen. Er wird vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKOES), dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und der Arbeiterkammer Wien 2020 zum fünften Mal ausgerichtet.

Für die Shortlist nominiert waren außerdem:

Helena AdlerDie Infantin trägt den Scheitel links (Jung und Jung)

Monika HelferDie Bagage (Carl Hanser)

Karin Peschka – Putzt euch, tanzt, lacht (Otto Müller Verlag)

Cornelia TravnicekFeenstaub (Picus)

Der Debütpreis ging an Leander Fischer für Die Forelle (Wallstein). Die Jury: „Das genaue Gegenteil der einfachen, schmucklosen Prosa, die heute in der erzählenden Literatur vorherrscht. ‚Die Forelle‘ lässt sich auch als Antiheimatroman lesen, mit dem Waldsterben oder wild fechtenden Reserveburschenschaftern … Diese österreichischen Kontinuitäten holen Fischers Prosa für kurze Zeit zurück auf den Boden der Tatsachen. Bis sie von Neuem abhebt.“ Der Debütpreis  ist mit 10.000 Euro dotiert, die zwei weiteren Titel der Shortlist mit jeweils 2.500 Euro. Er wird von der Arbeiterkammer Wien gestiftet.

Für die Shortlist-Debüt nominiert waren außerdem:

Gunther NeumannÜber allem und nichts (Residenz)

Mercedes SpannagelDas Palais muss brennen (Kiepenheuer & Witsch)

Die Fach-Jury für den Österreichischen Buchpreis setzte sich 2020 aus Sebastian Fasthuber (Journalist, Falter), Nicole Henneberg (Literaturkritikerin, u.a. Frankfurter Allgemeine Zeitung), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler, Rupertus Buchhandlung) und Ulrike Tanzer (Literaturwissenschaftlerin, Universität Innsbruck) zusammen.

Aufgrund der derzeit geltenden COVID-19-Schutzmaßnahmenverordnung konnte die Festveranstaltung anlässlich der Verleihung des Österreichischen Buchpreises gestern nicht abgehalten werden.

Weitere Informationen: http://oesterreichischer-buchpreis.at/

 

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