Unter dem Motto „Alles auf Anfang?“ Deutsch-israelische Literarturtage starten am 1.September

Vom 1. bis zum 4. September finden in Berlin die Deutsch-Israelischen Literaturtage unter dem Motto „Alles auf Anfang?“ statt. Die Autor*innen Odeh Bisharat, Lizzie Doron, Maayan Eitan, Dmitrij Kapitelman, Etgar Keret, Lisa Krusche, Terézia Mora und Antje Rávik Strubel diskutieren am Deutschen Theater und im Literaturhaus Berlin, wie sich Krisen auf unser Zusammenleben auswirken und stellen ihre neuen Werke vor

„Die Pandemie hat uns weiterhin im Griff. In vielen Ländern verschränkt sich die Gesundheitskrise mit politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Krisen. Ungleichheit, Armut und Hunger nehmen rapide zu. Der Klimawandel ist zu einem Topthema in Deutschland, Europa und auf der Weltagenda geworden. Zu all diesen Herausforderungen kommt die Sehnsucht der Menschen nach Sicherheit und dem Gekannten. ,Alles auf Anfang?‘ – der Titel der diesjährigen Deutsch-Israelischen Literaturtage ist eine Frage. Die Antworten werden vielfältig sein,“ formuliert Dr. Ellen Ueberschär, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, ihre Erwartungen anlässlich der Eröffnung der Deutsch-Israelischen Literaturtage.

Prof. Dr. Carola Lentz, Präsidentin des Goethe-Instituts, betont: „Literatur findet immer wieder einen Weg, um komplexe und unauflösbare Realitäten zu beschreiben. Sie ist fähig, Verbindungen zwischen Gesellschaften herzustellen, die durchaus verschieden sind. Und so zeigen die Deutsch-Israelischen Literaturtage seit 2005 erfolgreich, wie bedeutsam der literarische Austausch auch für die deutsch-israelischen Beziehungen sein kann. Die beteiligten Autor*innen aus Deutschland und Israel geben Einblicke in zwei vielschichtige Gesellschaften und erörtern aktuelle kontroverse Debatten, die beide Länder bewegen und über die wir offen miteinander sprechen müssen.“

Im Anschluss an die Eröffnung am 1. September durch Dr. Ellen Ueberschär und Prof. Dr. Carola Lentz diskutieren Etgar Keret und Terézia Mora, von Shelly Kupferberg moderiert, über Schlüsselmomente in Krisenphasen und Glücksmomente im Alltag, die uns möglicherweise zu verstehen geben, was zu tun ist. Mora liest zudem aus ihrem am 20. September erscheinenden Frage- und Arbeitsbuch Fleckenverlauf. Keret präsentiert sein neuestes Buch Tu’s nicht.

Am Donnerstag, dem 2. September, um 11 Uhr findet digital ein Gespräch über deutsch-israelische Literaturbeziehungen mit Kerstin Malka-Winter (Information & Bibliothek, Goethe-Institut Tel Aviv), Yoav Reiss (Verleger Persimmon Books) und Thomas Sparr (Geschäftsführer Suhrkamp Verlag) statt. Das Gespräch wird auf Englisch geführt.

Am Samstag, dem 4. September, stehen weitere Diskussionen und Lesungen auf dem Programm. Im Literaturhaus Berlin sprechen Maayan Eitan und Lisa Krusche um 16 Uhr über „Krisenmanagerinnen“. Um 18 Uhr sind Lizzie Doron und Antje Rávik Strubel auf der Bühne zu erleben und um 20 Uhr folgen Odeh Bisharat und Dmitrij Kapitelman. Moderiert werden die Gespräche von Shelly Kupferberg und Natascha Freundel, gelesen wird aus veröffentlichten und unveröffentlichten Manuskripten. So stellt u. a. Lizzie Doron ihr im August auf Deutsch erschienenes Buch Was wäre wenn vor, Antje Rávik Strubel liest aus ihrem neuen Roman Blaue Frau.

Die Lesungen und Gespräche finden in deutscher und hebräischer Sprache mit Simultanübersetzung statt. Das Programm am 2. und 4. September wird live vom Literaturhaus Berlin auf Youtube gestreamt.

 

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