Wie Verlage mit der #MwStSenkung2020 umgehen Dr. Alexander Schug: „Wieso wir unsere Preise nicht senken und 50 Bäume pflanzen“

Dr. Alexander Schug: „Wir werden die Preise nicht senken, um den Aufwand für uns zu minimieren und um einen minimalen Ausgleich für die hohen Verluste durch die Corona-Krise zu erzielen – weil wir glauben, dass für die Leserinnen und Leser bei niedrigpreisigen Produkten wie Büchern die wenigen Cent Ersparnis nicht wirklich ins Gewicht fallen und verschmerzt werden können. Aber wir wollen ein Zeichen setzen“

Die Bundesregierung hat ja die  zeitlich begrenzte Umsatzsteuersenkung bis 31.12. beschlossen – mit weitreichenden Auswirkungen auf die Buchbranche. Aber was als Konjunkturspritze zugute der Konsumenten gedacht war, entpuppt sich als erneute Bürokratielast für  Unternehmen, wie nicht nur Dr. Alexander Schug derzeit empfindet.

Der Verleger gleich dreier Verlage (VergangenheitsverlagFRED & OTTO – Der Hundeverlag und Omnino Verlag) hat für seine Verlagsgruppe eine eigene Antwort auf die selbstgestellte Frage gefunden, „wieso wir unsere Preise nicht senken und 50 Bäume pflanzen„. Er begründet seine Initiative so:

„Gerade kleinste und kleine Unternehmen standen in den letzten Wochen vor der Herausforderung, Websites, Bestellsysteme etc. für einen nur sehr kurzen Zeitraum mit hohem Aufwand umzustellen. Damit verbunden sind auch für uns Kosten, da Webagenturen und andere Dienstleister beauftragt werden mussten, die notwendigen Umstellungen vorzunehmen. Für unseren Titelbestand hätten wir neue Preise berechnen und für jeden einzelnen Titel auf unseren Websites und in den Handelskatalogen ändern müssen, ein Aufwand von Tagen.

Wir haben deshalb beschlossen, dass wir die Preise nicht senken werden, um den Aufwand für uns zu minimieren. Um einen minimalen Ausgleich für die hohen Verluste durch die Corona-Krise zu erzielen. Und weil wir glauben, dass für die Leserinnen und Leser bei niedrigpreisigen Produkten wie Büchern die wenigen Cent Ersparnis nicht wirklich ins Gewicht fallen und verschmerzt werden können. Aber wir wollen ein Zeichen setzen: Als Ausgleich pflanzen wir 50 Bäume über Primaklima e.V.“

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