Top-Personalie Dr. Thomas Hopfe verlässt den Springer-Verlag

Diese Nachricht ist heute als Hausmitteilung den Mitarbeitern, nicht aber uns offiziell zugegangen. Weil sie von hoher Brisanz ist? Was draußen jedenfalls kaum einer versteht (und auch bei einigen Mitarbeitern mit Bestürzung aufgenommen wurde): Dr. Thomas Hopfe (46 – Foto), Verlagsbereichsleiter Medizin im wissenschaftlichen Springer-Verlag Heidelberg, wird das Unternehmen Ende Februar 2004 aufgrund – wie es in der Hausmitteilung heißt – „unterschiedlicher Auffassungen über die künftige Strategie in seinem bisherigen Verlagsbereich auf eigenen Wunsch“ verlassen.

Hopfe, der als 1991 Facharzt der Medizin den Rücken gekehrt hat, begann seine Verlagslaufbahn beim damaligen Urban & Schwarzenberg Verlag. Er war seinerzeit einer der ersten Programm-Macher, die Konzepte und Produkte entwickelt haben, die sich ausschließlich an Kundenbedürfnissen orientieren (BuchMarkt,10/00). 2001 wechselte Hopfe zum Springer-Verlag. Dort bekam er die Aufgabe den gerade etablierten „Fachverlag“ aufzubauen und die Programme und Mitarbeiter auf Kundenorientierung auszurichten. In seiner Verantwortung lagen das deutschsprachige Fachzeitschriften- und Buch-Programm in den Gebieten Medizin, Psychologie und medizinische Fachberufe. Unter seiner Führung ist ein neues Lehr- und Fachbuch-Programm sowie das führende Continuous-Medical-Education-Portal in Europa entstanden.

Nebenbei ist Hopfe seit vielen Jahren als Dozent (u.a. in der Akademie des deutschen Buchhandels und an der Universität Leipzig) tätig und gilt als hochkarätiger Spezialist in Programm- und Marketingfragen in Fachverlagen.

Inzwischen konnten wir Dr. Hopfe erreichen, der bestätigt, dass es „unterschiedliche Auffassungen“ gibt – ein „Grund, warum ich dazu derzeit nichts sagen möchte“.

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