Ausstellungen Frankfurt: Illustratorin Ingrid Godon mit Open House Ausstellung

Ingrid Godon

Das Foyer des Museums Angewandte Kunst hat sich in eine rote Bar verwandelt. In der Ecke steht das Equipment für den DJ bereit. Was ist das? Ingrid Godon. Ich wünschte. Eine Ausstellung an 19 Tagen mit 46 Veranstaltungen. Sechs Konzerte, elf Sessions, drei Clubnights, zwölf DJs, drei Gasthaus-Abende mit Acht-Gänge-Menü, drei Performances, zwei Kinoabende und eine 48-stündige Live Performance verwandeln den Richard-Meier-Bau am Frankfurter Schaumainkai in ein offenes Haus mit vielen Möglichkeiten.

Annie Buenker, Matthias Wagner K, Thomas Lindner, Oona Kastner

„Der Besucher ist aufgefordert, die Räume zu begehen und den Kunstwerken – Bildern und Klängen – zu begegnen“, sagte Direktor Matthias Wagner K. Die Erfahrung pulsierendenLebens und kontemplativer Rückzug sind im gleichen Haus möglich.

Die nostalgisch wirkenden Porträts und Zeichnungen der belgischen Illustratorin Ingrid Godon sind für die Exposition aus den Bilderbüchern in monumentale Größe gebracht worden, auch für die 1958 in Antwerpen geborene Zeichnerin, deren Bücher vielfach ausgezeichnet und in 40 Sprachen übersetzt wurden, eine neue Erfahrung. Zu den Illustrationen schrieb der niederländische Lyriker Toon Tellegen Texte – ohne die Bilder vorher gesehen zu haben. Beide Ausdrucksformen wirken für sich.

Ingrid Godons Bücher werden seit 1995 (Alle meine Sachen, Bertelsmann) auch in Deutschland publiziert. Meist sind es Kinderbuch-Kooperationen mit Textern, die in den Verlagen Ravensburger, cbj, Oetinger, Brunnen, Hammer, Bloomsburry, Sauerländer und Carlsen veröffentlicht wurden. Oft sind ganze Reihen an Bilderbüchern entstanden.

Vers von Toon Tellegen

Was wünschen sich Menschen? Das können sie im Create Space auf Zetteln in einem spinnenartigen Netz hinterlassen. Oder an einem Tisch eine Glocke läuten, zur Bekräftigung eines Wunsches für einen anderen Menschen.

Die für die Ausstellung konzipierte Klanginstallation von Oona Kastner und Dirk Raulf fußt auf einer Zwölftonreihe, die per Zufall ermittelt wird. Zur 48 Stunden Live Performance greifen zwölf Musiker die Töne auf, bringen sich ein, entwickeln die Installation weiter.

Das Kollektiv El Barrio vereint nachbarschaftlich Musik, Tanz und Gastronomie. Von der roten Bar im Foyer kann man mittwochs, donnerstags und sonntags jeweils um 18 Uhr zu den „Ich wünschte Sessions“ aufbrechen, Konzerten lauschen oder interdisziplinäre Performances erleben. Das Open House im Museum Angewandte Kunst gibt es bis zum 13. März. Alle Angebote und die besonderen Öffnungszeiten sowie Eintrittspreise sind unter museumangewandtekunst.de nachlesbar.

JF

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