Veranstaltungen Frankfurt: Open Books – Novitäten dem Publikum vorstellen

Die zwölfte Auflage von Open Books findet vom 13. bis zum 17. Oktober statt. Das Lesefest zur Buchmesse im Herzen von Frankfurt steht in Corona-Zeiten vor besonderen Herausforderungen. Doch es trotzt der Pandemie und bietet eine Plattform des gesellschaftlichen Austauschs. Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig bekräftigte auf der heutigen (analogen und gestreamten) Pressekonferenz: „Ich bin optimistisch für die Frankfurter Buchmesse 2021. Für Autoren sind Begegnungen im analogen Raum von ungeheurer Bedeutung.“ Mit Open Books wird die Tradition gewahrt, die Veranstaltungen richten sich an ein breites Publikum. Zwar hätten die Räumlichkeiten begrenzte Kapazitäten, aber die Lesungen und Gespräche mit Zuhörern trügen zur Sichtbarkeit des Buches bei.

Auch 2020 wird es Open Books Kids am Messewochenende – diesmal in der Deutschen Nationalbibliothek – geben.

Hartwig dankte ausdrücklich den Verlagen, die das Fest erst ermöglichen, sowie den Verantwortlichen an den Veranstaltungsorten.

Leiterin Sonja Vandenrath unterstrich: „Open Books ist ein Bekenntnis zum Buch.“ Nach der kurzfristigen Absage des Festivals literaTurm im März habe man lange überlegt, ob ein analoges Festival zur Buchmesse und gleichzeitig unabhängig von ihr funktionieren könne. Die Verlage kamen mit tollen Angeboten auf den Veranstalter, das Kulturamt der Stadt Frankfurt, zu: „Wir waren überwältigt“, sagte Vandenrath.

Nun liegt ein Programm mit 93 Veranstaltungen an elf Orten, mit 187 Mitwirkenden, darunter 132 Autorinnen und Autoren, aus 60 Verlagen vor. Die Bereiche Belletristik, Comic, Lyrik, Sachbuch und Kinderbuch sind vertreten. „Damit liegen die Zahlen nur leicht unter denen der Open Books von 2019“, ergänzte die Leiterin. Man musste sich in Abstimmung mit den Verlagen auch 2020 auf die Herbstnovitäten beschränken, alles andere hätte den Rahmen gesprengt.

Seit gestern werden die Tickets über openbooks-frankfurt.de und die ADticket-Hotline zu einer Servicegebühr von 1,50 Euro verkauft. Die Veranstaltungen kosten keinen Eintritt, können aber in diesem Jahr leider nicht spontan besucht werden. Nur mit einem Ticket ist der Einlass möglich.

Veranstaltungen in der Evangelischen Akademie, im Haus am Dom, die Eröffnungsveranstaltung Das Blaue Sofa und der Abend mit Katja Ebstein im Ignaz-Bubis-Gemeindezentrum werden gestreamt.

Die Lesungen zur ältesten literarischen Reihe der Stadt, Literatur im Römer am Messemittwoch und -donnerstag, werden per Radio live übertragen beziehungsweise mitgeschnitten.

„2020 sind viele neue Partner dazugekommen. So ist Das Blaue Sofa neben dem Eröffnungsabend zusätzlich mit zwei Krimiveranstaltungen dabei. Unter dem Dach von Open Books gibt es die 3sat Buchzeit, die SWR-Bestenliste, eine Veranstaltung der DFB-Kulturstiftung sowie einen Abend der für den Schweizer Buchpreis Nominierten“, informierte Vandenrath.

Den Literaturbahnhof, veranstaltet vom Verein Kultur & Bahn, gibt es 2020 ebenfalls wieder im Haus des Buches. Vom 14. bis zum 17. Oktober stellen Autoren ihre neuen Bücher in Gesprächen und Lesungen zwischen 13 Uhr bis 18.15 Uhr vor, mehr zum Programm ist auf kulturundbahn.de zu erfahren.

Etwas Besonderes ist der erste Aktionstag von 24 Buchhandlungen in Frankfurt und Offenbach am Samstag, 17. Oktober, zwischen 9 Uhr und 23 Uhr.

Selbstverständlich würden die Corona-Fallzahlen mit Argusaugen beobachtet, um notfalls das mit dem Gesundheitsamt abgestimmte Hygienekonzept von Open Books kurzfristig zu ändern und anzupassen.

JF

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