Top-Personalie Gottfried Honnefelder übernimmt Berlin University Press / Vorsteher-Diskussion damit beendet

Dr. Gottfried Honnefelder (59), bis zum 31. März 2006 Leiter des Dumont Literatur und Kunst Verlags, Köln, und seit 1. Januar 2006 Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, wird im April dieses Jahres den Verlag Berlin University Press GmbH übernehmen.

Berlin University Press wurde im Jahr 2000 von Claus Michaletz in Berlin gegründet. Honnefelder wird vom April 2006 an zudem die Cornelsen-Verlagsholding, Berlin, im Bereich Wissenschaft beraten.

“Die Rationalität und Effizienz der modernen Wissenschaften kann nur dann mit einem humanen Fortschritt verbunden werden, wenn es auch zu einer kulturellen Aneignung der neuen wissenschaftlichen Realität und damit zu einem gezielten Nachdenken über die zivilisatorischen Folgen kommt”, sagt Gottfried Honnefelder.

Weltweit habe sich ein universe of discourse neuer Art entwickelt, das die kulturelle Bedeutung der modernen Wissenswelt zum Gegenstand hat und das die Veränderung reflektiert, die durch die Verschiebung der Leitwissenschaften von den Kulturwissenschaften zu den Disziplinen aus dem Bereich von sciences, technology und economy hin entstanden ist. Dabei stehen in dem neuen Verlagsprogramm die Bereiche Wissenschaft und Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur, Wissenschaft und Wertüberzeugungen sowie Wissenschaft und Religion im Vordergrund.

Das Programm der Berlin University Press soll den Zugang zu dieser internationalen Debatte im deutschen Sprachraum erleichtern. So werden Schlüsseltexte in deutscher Übersetzung und deutschsprachige Beiträge zeitgleich in einer englischen oder französischen Ausgabe publiziert werden. Die ersten Bände erscheinen zum Frühjahr 2007.

Damit dürfte die gelegentlich aufkeimende Diskussion um (s)eine möglichweise begrenzte Vorsteherschaft beendet sein, bevor sie richtig losgegangen ist:

Der bisherige Veleger des DuMont-Literatur und Kunst Verlages ist seit Jahresende bis zu (s)einer Neuwahl im Mai Vorsteher auf Zeit [mehr…]. Allerdings wäre er ohne eigene Selbständigkeit nicht mehr wählbar gewesen; so aber sind jetzt wieder alle Optionen auch dafür offen, falls er sich zur Wiederwahl stellt. Und die wäre sicher derzeit im Sinner vieler, hat er doch schon ins einer kurzen Amtszeit deutliche Akzente gesetzt [mehr…] .

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