"Für seine außergewöhnliche Fähigkeit, Kinder und Erwachsene auf vielfältige Weise in die Welt der Sprache zu locken" Ibrahima Ndiaye erhält den Friedrich-Bödecker-Preis 2020

Anlässlich der alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Tagung von Kinder-und Jugendbuchautor*innen TREFFPUNKT HANNOVER ist der Friedrich-Bödecker-Preis des Jahres 2020an den Autor Ibrahima Ndiaye verliehen worden.
Der mit 2000 Euro dotierte Preis wurde am 18. September vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover, Belit Onay, überreicht.
Wegen der Coronapandemie fand der TREFFPUNKT HANNOVER in diesem Jahrdigitalals Online-Konferenz mit rund100Teilnehmer*innen statt.
Zur Preisbegründung: Der 1963 im Senegalgeborene und seit 1987 in Saarbrücken lebende Ibrahima Ndiaye erhält den Friedrich-Bödecker-Preis 2020 für seine außergewöhnliche Fähigkeit, Kinder und Erwachsene auf vielfältige Weise in die Welt der Sprache zu locken. Er ist nicht nur ein mitreißender Erzähler. Er ist auch Schauspieler, Tänzer, Musiker. Und Mensch! Ein Mensch, der nicht zuletzt durch seine ansteckende Fröhlichkeit begeistert, der durch seine Herzlichkeit die Menschen -die kleinen und die großen -im wahrsten Sinn des Wortes erreicht. Seine zahlreichen Veranstaltungen sind Begegnungen. Echte Begegnungen, in denen jeder und jede wahrgenommen und mitgenommen wird. Von seinen Veröffentlichungen seien beispielhaft hervorgehoben: Die Hyäne und die sieben Geißlein -Tierische Märchen aus dem Senegal, Schwarze Weisheiten -so sprach meine weise Großmutter und Mini Mini -die Schlange, die Füße haben wollte.
Der Friedrich-Bödecker-Preis zeichnet Ibrahima Ndiaye aus als einen außergewöhnlichen Wanderer zwischen den Kulturen, als einen wunderbaren Erzähler und Leseförderer.

Kommentare (1)
  1. Es ist unbestritten, dass Kunst in einer multikulturellen Gesellschaft als Vermittler und aber auch als Aufklärung dient und funktioniert. Über 200 verschiedene Nationen leben in Deutschland und die Kinder sind dabei eine sehr wichtige, aufnahmebereite Zielgruppe, denen Intoleranz, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Hass fremd sind. Ibrahim (Ibu) zeigt mit seinen Büchern, Lesungen, Tanz- und Trommelworkshops und anderen multikulturellen Projekten , dass Kultur das Zusammenleben in einer vielfältigen Gesellschaft prägt. Was bei den Kindern vorbildlich funktioniert sollte auch als Vorbild für einen großen Teil unserer Erwachsenen dienen. Für seine Tätigkeit, insbesondere in diesen Zeiten von Intoleranz und Hass, ist der Friedrich-Bödecker-Preis 2020, eine hoch verdiente Anerkennung.

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