Top-Personalie Jetzt offiziell: Georg Rieppel verlässt Suhrkamp

Was buchmarkt-online heute vormittag als Blitzmeldung bereits gemeldet hatte, ist jetzt als offizielle Meldung auf den Tisch gekommen…

Georg Rieppel

Der Suhrkamp Verlag teilt mit: „Der Suhrkamp Verlag und der Geschäftsführer Georg Rieppel haben ihre Zusammenarbeit im gegenseitigen Einvernehmen beendet, da keine Einigung über die Ausrichtung des von Herrn Georg Rieppel verantworteten Geschäftsbereichs erzielt werden konnte.“

Er war also doch nicht krank, wie es seit Mitte Dezember offiziell hieß. Recht aber haben wieder mal diejenigen Beobachter, die schon vor über einem halben Jahr registriert hatten, dass das zuvor überschwengliche Verhältnis zwischen dem erfahrenen Vertriebsmann und seiner Verlegerin Ulla Unseld-Berkéwicz erkaltet sei.

Rieppel war erst Mitte 2004 zu Suhrkamp gestoßen [mehr…], und es schien, als sei das Haus zur Ruhe gekommen. Jetzt geht der Rummel wohl wieder los. Aber man kann auch derzeit nur spekulieren, warum das scheinbare Traumkonzept aus Ulla Unseld-Berkéwicz als Sprecherin, Dr. Rainer Weiss (Programm), Philipp Roeder (Kaufmännisches) und Georg Rieppel nicht funktioniert hat. Denn Rieppels Marketing-Konzept (für das er damals angeheuert wurde) scheint aufgegangen zu sein:

Die als Konzept ausgegebene Devise (die Öffnung des Verlages – s. auch BuchMarkt 8/2004) hat Früchte getragen. Im Taschenbuch ist es gelungen, den Durchschnittsabsatz pro Titel zweistellig zu steigern – und dabei ist der Superseller von Carlos Ruiz Zafón „Der Schatten des Windes“ (weit über 500.000 verkaufte Exemplare im Taschenbuch) nicht mitgerechnet.

Aber eben über diese Öffnung ist es vermutlich, wie Kenner der Szene vor Ort berichten, sehr schnell zum Konflikt gekommnen.

Georg Rieppel (zuvor 15 Jahre bei C.H. Beck und einer der profilierten Vertriebs- und Marketingleute der Branche) hält sich bedeckt; er will und darf wohl auch dazu nichts sagen.

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