Axel Springer steigert Ertrag im operativen Geschäft /Umsatz legt um 2,7 Prozent zu

Das operative Geschäft der Axel Springer AG entwickelte sich im ersten Halbjahr 2004 erfreulich, obwohl das Umfeld insbesondere in den Pressevertriebsmärkten und in einigen Segmenten des Anzeigenmarktes schwierig blieb. Das hat das Unternehmen gerade mitgeteilt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte der Konzern das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) in den ersten sechs Monaten um 12,9 Prozent von EUR 119,5 Mio. auf EUR 134,9 Mio. Der Konzernumsatz legte um 2,7 Prozent auf EUR 1.232,4 Mio. zu (Vj.: EUR 1.199,9 Mio.). Damit erreichte Axel Springer im Berichtszeitraum eine EBITA-Rendite von 10,9 Prozent (Vj.: 10,0 Prozent), obwohl der Konzern gleichzeitig die Einführung neuer Objekte intensiv vorantrieb.

Der Konzern-Periodenüberschuß des ersten Halbjahres lag bei EUR 54,6 Mio. Der Vorjahreswert von EUR 90,2 Mio. war beeinflußt durch Sondergewinne aus Unternehmensverkäufen. Das Ergebnis nach DVFA/SG stieg deutlich auf EUR 61,6 Mio. (Vj.: 46,5 Mio.) an. Im ersten Halbjahr 2004 belief sich das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG somit auf EUR 2,01.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2003 nahmen die liquiden Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens im Berichtszeitraum leicht ab. Sie beliefen sich zum 30. Juni 2004 auf EUR 289,1 Mio. (31. Dezember 2003: EUR 299,3 Mio.). Der Konzern verfügte damit bei Kreditverbindlichkeiten in Höhe von EUR 196,5 Mio. zum Stichtag über eine Nettoliquidität von EUR 92,6 Mio. (31. Dezember 2003: 99,4 Mio.).

„Im ersten Halbjahr hat Axel Springer erneut bewiesen, daß der Konzern substantielle Aufwendungen für neue Objekte aus eigener Kraft sehr gut bewältigt. Die positive Ertragsentwicklung im operativen Geschäft stützt unsere Gründungsaktivitäten und belegt die Leistungskraft des Unternehmens“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Mathias Döpfner. Er äußerte sich zuversichtlich über den weiteren Geschäftsverlauf im Gesamtjahr und verbesserte die Ergebniserwartung. „Auf Basis des Halbjahresergebnisses und der erfolgreichen Einführung neuer Zeitungen und Zeitschriften sowie weiterer Kostensenkungseffekte geht der Vorstand davon aus, daß Umsatz und EBITA im Gesamtjahr 2004 gegenüber 2003 leicht gesteigert werden können, sofern sich das Anzeigengeschäft in der zweiten Jahreshälfte weiter belebt“, so Döpfner.

Zu dem Umsatzzuwachs im ersten Halbjahr trugen sowohl die Vertriebs- als auch die Anzeigenerlöse bei. Die Vertriebserlöse legten im Berichtszeitraum um EUR 18,1 Mio. (3,2 Prozent) auf EUR 585,5 Mio. zu. Bei den Anzeigenerlösen profitierte Axel Springer von der in einigen Segmenten verbesserten Werbekonjunktur. Der Umsatz stieg in diesem Bereich in den ersten sechs Monaten um EUR 16,1 Mio. (3,4 Prozent) auf EUR 495,5 Mio. Die Übrigen Erlöse lagen mit EUR 151,4 Mio. leicht unter Vorjahresniveau (-1,1 Prozent).

Kräftiges Wachstum verzeichnete Axel Springer in den internationalen Märkten. Der Konzern steigerte den Auslandsumsatz um 6,5 Prozent auf EUR 179,5 Mio. Damit erwirtschaftete Axel Springer 14,6 Prozent des Umsatzes im Ausland (Vj.: 14,0 Prozent).

Neben der Steigerung des Konzernumsatzes trug das weiterhin straffe Kostenmanagement im Konzern zur Ergebnisverbesserung bei. Die Gesamtaufwendungen (vor Steuern und Firmenwertabschreibungen) nahmen dementsprechend unterproportional zum Umsatzwachstum auf EUR 1.160,2 Mio. zu (+1,1 Prozent).

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