Bertelsmann hält an Musiksparte fest / Riesenerfolg mit Elvis-Revival in USA

Gunter Thielen, der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann AG, hat sich in einem Gespräch vor Wirtschaftsjournalisten für die Fortführung des Musikgeschäftes ausgesprochen. Mit der BMG habe man in den letzten zwei Jahren „viele Sorgen“ gehabt, der Bereich solle aber in diesem Jahr operativ wieder profitabel sein. Optimistisch mache ihn das Projekt Elvis, mit dem allein in diesem Jahr ein zusätzlicher Umsatz von 80 bis 100 Mio. Euro erwartet werde: Das Album „Elvis 30 No. 1. Hits“ sei bislang sechs Millionen mal ausgeliefert worden; die Umsatzerwartung liegt bei 10 Mio Stück.

BMG ist die Dachgesellschaft von rd. 200 Labels in 42 Ländern, darunter Ariola, Arista Records oder RCA Records. Weltweit agiert BMG unter Vorstand Rolf Schmitz-Holtz, auf Platz fünf der Musikbranche – mit dem Ziel, hier weitere Marktanteile zu gewinnen. Derzeit wird die vollständige Übernahme von Zomba vorbereitet, des weltweit größten bisher unabhängigen Musikanbieters. Dazu wird es aber nötig sein, sich von der Fachverlagssparte BertelsmannSpringer zu trennen – aber nur, wenn sich dafür ein Käufer finde, der den erwarteten Kaufpreis zu zahlen bereit sei. Die Musiksparte hingegen gehöre zum Stammgeschäft.

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