Das Foto zur 160 Mio Geschichte hier / Bertelsmann zahlt an zwei ehemalige Geschäftsführer der damaligen Tochter AOL Deutschland insgesamt 160 Millionen Euro

Andreas von Blottnitz, 40, und Jan Henric Buettner, 39, heißen die beiden Top-Manager, die sich jetzt die gigantische Summe von 160 Millionen Euro teilen dürfen. Die beiden hatten Bertelsmann [mehr…] auf die Summe von 3,5 Milliarden Dollar verklagt, weil sie der Ansicht waren, ihnen stünden Gewinnanteile an dem Verkauf von AOL Europe zu. Buettner war von 1995 bis 1997 Geschäftsführer von AOL Deutschland. Von Blottnitz folgte ihm auf diesem Posten bis 1999. Im Jahr 2000 hatte der Konzern den Ableger für 6,75 Milliarden verkauft.

„Die getroffene Entscheidung ist eine reine Vernunftentscheidung“, sagte Bertelsmann-Chefsyndikus Ulrich Koch zu der außergerichtlichen Einigung. Sie sei dem Unternehmen schwer gefallen, aber aus geschäftlicher Perspektive geboten. Eine Fortsetzung der rechtlichen Auseinandersetzung in Kalifornien hätte über einen längeren Zeitraum viel Zeit, Ressourcen und Personal gebunden.

Die Einigung sei kein Schuldeingeständnis von Bertelsmann, betonte er. Die Verantwortlichen im Konzern glaubten weiterhin an die Rechtmäßigkeit ihrer Position. Der Fall hätte seiner Ansicht nach von Anfang an vor einem deutschen Gericht verhandelt werden müssen.

Ein Gericht im kalifornischen Santa Barbara hatte Blottnitz und Buettner Anfang des Jahres eine Summe von 209 Millionen Euro zuzüglich Zinsen zugesprochen. Bertelsmann hatte zum 31. Dezember 2003 eine Rückstellung in Höhe von 234 Millionen Euro gebildet. 74 Millionen davon könnten nun im laufenden Geschäftsjahr aufgelöst werden.

Im Foto (v.l.n.r.) von damals beim Start von AOL: Jan Henric Buettner,Andreas von Blottnitz, Bernd Schiphorst, Steve Case, Thomas Middelhoff

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