Noch mal angekündigt: Telekom will mit dem Verkauf von digitalen Büchern Apple Konkurrenz machen

Unternehmensriesen sind nicht selten schwerfällig und dann dauert es seine Zeit bis so manche Ankündigung Realität wird. Manchmal tritt sie auch gar nicht erst ein. Die Deutsche Telekom ist so ein Riese. Die Ankündigung E-Books zu verkaufen ist nicht neu. Seit Ende letzter Woche will das Unternehmen nach eigenem Bekunden einen Schritt weiter sein.

Was so einfach klingt, E-Books zum Download anzubieten, scheint dann im Detail nicht so einfach. Eines davon wird eine Lösung für das Zahlen per Handy sein, für das die Telekom nun einen neuen Dienst auf den Weg bringen will, berichtet nun die Financial Times Deutschland (FTD). Sie hatte Deutsche Telekom-Vorstand Edward Kozel zum Interview: „Wir sind einer der Spieler in diesem Markt“, so der Manager laut FTD vollmundig. „Es wird 2011 zur Realität. Die Zeit dafür ist reif.“

Andere Beispiele nannte Kozel nicht. Nach Informationen der FTD steht die Telekom aber kurz davor, eine Plattform für den Vertrieb digitaler Bücher zu starten. Damit würde die Telekom auch den Onlinebuchladen von Apple angreifen. Mobile Bezahlsysteme werden eines der bestimmenden Themen auf der am Montag startenden Messe Mobile World Congress in Barcelona sein. In Entwicklungsländern, wo es wenig Banken gibt, werden bereits Zahlungsanweisungen per SMS gegeben, auch Bezahldienste, wie man sie aus dem Internet kennt, gibt es bereits auf dem Handy. Auch Vodafone wollte immer mal mit E-Books handeln. Auf Anfragen von buchmarkt.de reagierte das Unternehmen dann aber auf einmal sehr zurückhaltend. Bleibt die Frage, wo der Markt ist, wenn die Riesen dann endlich einen Online-Shop haben.

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