Weltbild will Kundendiensttätigkeiten an externe Dienstleister vergeben

Vor dem „Hintergrund rasanter Veränderungen im Kundenverhalten“ (so das Unternegmen gerade in einer Mitteilung an die Presse) vergibt Weltbild seine klassischen Kundendiensttätigkeiten „an spezialisierte Dienstleistungsunternehmen“. Zu diesen Tätigkeiten gehören Bestellerfassung, Telefondienst und Lieferanfragen.

Der Grumd: Aufgrund des starken Wachstums des Online- und Digitalbereichs sei das Aufkommen dieser traditionellen Standardvorgänge stark rückläufig. Der Online- und Digitalkunde gebe heute seinen Auftrag selbst ein, verfolgeselbst online die Lieferung und erwarte schnelle Mail- oder Chatbeantwortung zu jeder Tageszeit. Zugleich lägen die Kosten im Augsburger Kundendienst erheblich über denen des Marktes.

Die Mitarbeiter wurden heute über die externe Vergabe dieser Tätigkeiten und den damit verbundenen personellen Abbau informiert. Mit dem Betriebsrat wurden Gespräche über einen Interessensausgleich vereinbart.

Carel Halff, Vorsitzender der Weltbild-Geschäftsführung: „Der Umbau zu einem Online- und Digitalunternehmen erfordert harte und schmerzhafte Maßnahmen und lässt uns hier keine andere Wahl. Die Verantwortung für das Gesamtunternehmen schließt notwendige Anpassungen zur Zukunftssicherung ein. Angesichts unserer Verlustsituation haben wir keine andere Möglichkeit, als diese Arbeiten extern zu vergeben. Ich danke den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre oft jahrelange gute Arbeit. Wir werden die Gespräche mit dem Betriebsrat sehr schnell und lösungsorientiert führen, um zu guten sozialverträglichen Lösungen zu kommen. Um diese Gespräche in Ruhe führen zu können, verzichten wir bis zum 31. Januar 2014 auf betriebsbedingte Kündigungen in diesem Bereich.“

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