„Wo die Gefahr wächst, darf Literatur nicht harmlos sein!“ Literatur im Zeichen Klimakrise: Climate Fiction Festival vom 4. bis 6. Dezember

Vom 4. bis zum 6. Dezember 2020 findet erstmals das internationale Climate Fiction Festival statt – aufgrund der aktuellen Lage digital. Das dreitägige Literaturfestival möchte das öffentliche Interesse für die Bandbreite, Vielschichtigkeit und Relevanz der Climate Fiction wecken und den Austausch internationaler Akteur*innen dieser neuen Literaturströmung ermöglichen.

27 Autor*innen, Expert*innen und Wissenschaftler*innen aus sieben Ländern widmen sich dem literarischen Schreiben im Zeichen der Klimakrise, darunter Ilija Trojanow, Marion Poschmann, Zoë Beck, Mikael Vogel, John von Düffel, Amy Brady und John Schellnhuber. Kuratiert wird das Literaturfestival vom Climate Cultures network berlin gemeinsam mit dem Literaturhaus Berlin. Das Programm mit Panels aus London, Istanbul, Kopenhagen, Zürich und Berlin wird in englischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung auf dem YouTube-Kanal des Literaturhaus Berlin übertragen.

„Die sogenannte Climate Fiction ist aus den heutigen und zukünftigen Debatten um die Auswirkungen des Klimawandels nicht mehr wegzudenken“, betont Martin Zähringer, der künstlerische Leiter des Festivals. „Wo die Gefahr wächst, darf Literatur nicht harmlos sein! Und deshalb betrachten wir in Zeiten von Erdüberhitzung und Klimakrise die Climate Fiction als weltgesellschaftliche Ausdruckskraft: Sie liefert nicht nur dystopische Endszenarien, sondern auch utopische und alternative Weltentwürfe, fördert Hoffnung und pflegt den Geist von Kritik und Widerstand. Climate Fiction wird mehr und mehr zu einer vitalen Form des engagierten literarischen Schreibens, das der zeitgenössischen Literatur neue Impulse geben und zu konkretem Handeln anregen kann.“

Das vollständige Programm  finden Sie unter: www.climate-fiction-festival.de.

 

Kommentare (1)
  1. Ich muss zugeben, dass ich diese digitale Entwicklung nur gut heißen kann, auch wenn sie gezwungenermaßen stattfindet. Als alleinerziehende Mama ist es mir nun möglich von zu Hause, quasi mit Kind im Rücken, an Events teilzunehmen, von denen ich bisher nur träumen konnte.
    Vielen Dank für den Tipp!

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