Für ihren Comic-Roman „Auf einem Sonnenstrahl“ (Reprodukt) Luchs-Preis August geht an Tillie Walden

Der LUCHS-Preis August geht an Tillie Walden für ihren Comic-Roman Auf einem Sonnenstrahl (Reprodukt)übersetzt von Barbara König, empfohlen für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren.

Radio Bremen stellt das Buch und die aktuelle Preisträgerin vor: am Donnerstag, den 5. August 2021, um 15.10 Uhr auf Bremen Zwei und am Sonnabend, den 7. August 2021, um 13.40 Uhr auf COSMO. Das Gespräch zum Buch wird online abrufbar sein unter: www.radiobremen.de/luchs.

Zum Inhalt: „Nach ihrem Schulabschluss bleibt Mia der Weg an die Universität versperrt, ihre Noten genügen nicht. Auf Vermittlung ihrer Lehrerin wird sie schließlich Mitglied an Bord eines Raumschiffs, dessen Crew aus jungen Restaurateurinnen besteht und schnell zu ihrer zweiten Familie wird. Erste Liebe, erster Verlust und berufliche Verwirklichung – Tillie Walden greift in ihrer Erzählung die typischen Turbulenzen des Coming-of-Age auf und schickt die junge Mia, gemeinsam mit ihrer Crew, auf eine gefährliche Selbstfindungsreise in die Schwerelosigkeit des Weltalls.“

Besonders bemerkenswert sei: In Mias Welt gibt es keine Männer. Alle Hauptfiguren identifizieren sich als weiblich oder nicht-binär. Das Konzept der Männlichkeit existiert nicht und „wer hier die genretypische Gesellschaftsanalyse erwartet, wird enttäuscht“, so Christian Staas in der aktuellen Ausgabe der ZEIT. Die 25-jährige Autorin und Zeichnerin „inszeniert eine in den denkbar größten Maßstab projizierte Innerlichkeit“ und schaffe es, ihre Bilder – mit Tusche aufs Papier gebracht und am Computer dezent kolorierten – zu filmischen Sequenzen zu arrangieren. „Geradezu traumwandlerisch scheint sie ihr Handwerk zu beherrschen.“

Jeden Monat vergeben DIE ZEIT und Radio Bremen den LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur. Aus den zwölf Monatssiegern wird der Jahres-LUCHS gewählt. Die Jury bilden Brigitte Jakobeit, Übersetzerin, Anja Robert, Redakteurin bei Radio Bremen, Benno Hennig von Lange, Junges Literaturhaus Frankfurt, und Klaus Humann, ehemaliger Verleger des Carlsen und Aladin Verlags. Den Vorsitz hat Katrin Hörnlein, die bei der ZEIT das Ressort Junge Leser und die Kinder- und Jugendliteratur verantwortet.

Die LUCHS-Jury empfiehlt außerdem: das Bilderbuch Wir müssen zur Arbeit (Klett Kinderbuch) von Pija Lindenbaum, übersetzt von Jana Hemer, empfohlen ab vier Jahren, das Kinderbuch Traumopa (Freies Geistesleben) von Dolf Verroen und Charlotte Dematons, übersetzt von Rolf Erdorf, empfohlen ab sieben Jahren, und das Bildersachbuch Die Tode meiner Mutter (NordSüd) von Carla Haslbauer, empfohlen ab fünf Jahren.

Kommentare (2)
  1. Ein bisschen googeln, und schon erfährt man, dass das Buch von Tillie Walden von Barbara König übersetzt wurde. Irgendein Grund, warum das im Text oben nirgendwo erwähnt wurde? So wenig, wie uns verraten wird, wer die Bücher von Pija Lindenbaum und Dolf Verroen und Charlotte Dematons übersetzt hat. Was soll diese Schlamperei eigentlich? Und bitte, die fehlenden Angaben nachholen.

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