Jörg Feßmann verabschiedet sich in den Ruhestand Nathalie Mälzer wird neuer „Sekretär der Sektion Literatur“ der Akademie der Künste

Nathalie Mälzer (c)Isa Lange

Die Deutsch-Französin Nathalie Mälzer wird ab dem 1. Oktober neuer Sekretär der Sektion Literatur der Akademie der Künste in Berlin. Die Literaturübersetzerin, Moderatorin und Dolmetscherin studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Theater- und Filmwissenschaften an der Freien Universität Berlin und an der Sorbonne Nouvelle in Paris. Sie hat neben Lyrik rund fünfzig Romane, Essays und Theaterstücke aus dem Französischen ins Deutsche übertragen, u. a. Texte von Maurice Blanchot, Céline Minard und Cécile Wajsbrot. Von 2018 bis 2022 war sie als ordentliche Universitätsprofessorin für Transmediale Übersetzung an der Universität Hildesheim tätig. Dort entwickelte sie den Masterstudiengang Medientext und Medienübersetzung maßgeblich mit. Ihre Forschungsschwerpunkte lagen im Bereich der Übersetzung von Dialog und Mündlichkeit beim Literatur- und Medienübersetzen, der Bild-Text-Beziehungen beim Comicübersetzen sowie der barrierefreien Kommunikation. Neben zahlreichen Aufsätzen hat sie mehrere Sammelbände und Monographien veröffentlicht.

Nathalie Mälzer folgt auf Jörg Feßmann, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Nach seiner langjährigen Tätigkeit als stellv. Chefredakteur der Literaturzeitschrift SINN UND FORM war er seit 2005 Sekretär der Sektion Literatur. Neben den Literaturdialogen mit Russland, Polen und Frankreich und dem Erzählpartnerprojekt Our Stories – Rewrite the Future mit jungen Geflüchteten nahm die Literaturförderung einen wichtigen Teil seiner Arbeit ein, u. a. das Alfred-Döblin-Stipendium und der Alfred-Döblin-Preis.

Die Sektion Literatur ist eine von sechs Kunstsektionen der Akademie der Künste. Sie wurde 1926 unter dem Namen „Sektion für Dichtkunst“ gegründet. Zu ihren Gründungsmitgliedern gehörten u. a. Gerhart Hauptmann, Arno Holz, Heinrich und Thomas Mann sowie Ricarda Huch und Franz Werfel. Heute vereinigt sie ca. 70 Mitglieder, zu ihnen zählen viele der wichtigsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus dem In- und Ausland. Die Sektion versteht sich als ein Forum kritischer Vermittlung von Literatur, auf dem Aspekte der Literaturgeschichte ebenso behandelt werden wie aktuelle Tendenzen der Gegenwartsliteratur im sprachlichen und gesellschaftspolitischen Kontext. Direktorin ist seit November 2021 Kerstin Hensel, Stellvertretende Direktorin ist Cécile Wajsbrot.

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