Aus der Werkstatt der Verlage „Natürlich geht es bei Büchern nicht darum, in welcher Zeit man ins Ziel kommt“

Die Serie Aus der Werkstatt der Verlage setzen wir fort mit dem Editorial von Gerhard Steidl: 

Gerhard Steidl: „Wir haben gleich drei Romane einer großartigen Krimiautorin zu Steidl geholt, die es in puncto Unverfrorenheit ganz klar mit Patricia Highsmith, Ruth Rendell oder Gillian Flynn aufnehmen kann“ (c) Markus Jans

Liebe Kolleginnen und Kollegen im Buchhandel und in der Presse,

zwei Nächte. Offenbar hat unser Spitzentitel, der Debütroman der amerikanischen Autorin Una Mannion, unsere Testleserinnen und -leser um den Schlaf gebracht, denn sie alle meinten, sie hätten Licht zwischen den Bäumen in nur zwei Nächten durchgelesen und es kaum aus der Hand legen können. Natürlich geht es bei Büchern nicht darum, in welcher Zeit man ins Ziel kommt, aber ein bisschen neugierig sind wir schon, ob sich das Ergebnis unserer ganz und gar nicht repräsentativen Studie bestätigen wird. Lassen Sie es uns wissen!

Unser Leseherbst wird in jedem Fall spannend, auch wenn selbst in unserem neuen Kriminalroman gar nicht so viel Blut vergossen wird, denn Liz Nugent ficht eher mit dem feinen Florett ausgesuchter Gemeinheit und Perfidie. Sie „hat die Gabe, uns mit furchtbarer Faszination für wirklich schreckliche Menschen zu erfüllen“, sagt die wundervolle Val McDermid über ihre irische Kollegin. Das sehen wir ganz genauso und haben gleich drei Romane dieser großartige Krimiautorin zu Steidl geholt, die es in puncto Unverfrorenheit ganz klar mit Patricia Highsmith, Ruth Rendell oder Gillian Flynn aufnehmen kann. Den Anfang macht in diesem Herbst Kleine Grausamkeiten.

Durch Klick auf Abbildung zum Blättern in der Vorschau

Wer es historisch spannend mag, kann sich auf den neuen Roman von Alexander Pechmann freuen. In Im Jahr des schwarzen Regens schickt er seinen Helden Charles Austen – Sie haben es erraten, den jüngsten Bruder von Jane – in ein aufregendes Abenteuer nach Smyrna im Jahr 1816, wo ein mit allen Mitteln geführter Machtkampf tobt. Last but not least hat uns noch vor der Deadline für dieses Editorial die freudige Nachricht erreicht, dass wir uns mit anderen glücklichen Kolleginnen und Kollegen, denen wir an dieser Stelle herzlich gratulieren, über die Auszeichnung mit dem Deutschen Verlagspreis 2021 freuen dürfen. Gerade in diesen Zeiten bedeutet uns die Würdigung unserer verlegerischen Arbeit und unseres kulturellen Engagements viel.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Entdecken von Vorschau und Leseexemplaren und freuen uns wie immer über Ihre Rückmeldungen.

Herzlich

Ihr Steidl Verlag

Zuletzt brachten wir den Werkstattbericht von Lothar Schirmer 

 

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