Ausgezeichnet für „sprachliche Virtuosität“ Nora Bossong erhält den Thomas Mann Preis 2020

Nora Bossong (© Suhrkamp Verlag)

Die in Berlin lebende Schriftstellerin Nora Bossong erhält den mit 25 000 Euro dotierten Thomas-Mann-Preis, den die Stadt Lübeck gemeinsam mit der Bayerischen Akademie der schönen Künste vergibt.

Nora Bossong (Jg. 1982) gehöre zu den vielseitigsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart, heißt es in der Begründung. „Seit ihrem Debüt Gegend von 2006, einem lakonisch-abgründigen Familienroman, hat sie neben einigen Gedichtbänden und Essays vier Romane vorgelegt, die in schmerzhaft relevante Problemfelder unserer Gegenwart führen – und sich zugleich durch große sprachliche Virtuosität auszeichnen. In dem Firmen- und Familienroman Gesellschaft mit beschränkter Haftung (2012) bürstet sie beiläufig Thomas Manns Buddenbrooks gegen den Strich. Schutzzone, ihr jüngster Roman von 2019, dreht sich zwischen den Schauplätzen Burundi, Genf und Den Haag um die Frage, was überhaupt die UNO ausrichten kann – und was sie anrichtet.“

Die Preisverleihung durch den Bürgermeister der Hansestadt Lübeck, Jan Lindenau, und den Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Winfried Nerdinger, findet am 12. November 2020 um 19.30 Uhr im Theater Lübeck statt. Die Laudatio hält Sandra Kegel.

Der Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Mitglieder der Jury sind Prof. Dr. Friedhelm Marx (Sprecher der Jury), Michael Krüger, Dr. Birte Lipinski, Martin Mosebach, Georg M. Oswald, Gabriele Schopenhauer und Prof. Dr. Hans Wißkirchen.

 

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