„Es kommt auf die Qualität an“ Pressebörse der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Privatverlage in Berlin

Nach zwei Jahren Pause hieß es gestern wieder: Vorhang auf für die unabhängigen Verlage aus Österreich. Im Rahmen einer Pressebörse stellten sich 13 Unternehmen der Arbeitsgemeinschaft Österreichische Privatverlage in der Botschaft ihres Landes in Berlin-Tiergarten vor. Schon am Nachmittag zog es Medienvertreter*innen und Buchhändler*innen in die Botschaftsräume.

Gut besuchte Pressebörse

An die 100 Gäste – mehr als je zuvor – nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die aktuellen Verlagsprogramme und die Highlights des Bücherherbstes zu informieren. Mit dabei waren die Verlage Bahoe Books, Bibliothek der Provinz, Braumüller, Czernin, Droschl, Edition Korrespondenzen, Folio, Haymon, Otto Müller, Passagen, Picus, Promedia und Drava/Wieser.

Botschafter Michael Linhart und Alexander Potyka (l.)

Der neue Botschafter Michael Linhart ließ es sich am Abend nicht nehmen, die Gäste persönlich zu begrüßen. Die Literatur sei ein wichtiges Instrument der Auslandskulturpolitik, betonte er, bevor er das Mikrofon an Denise Quistorp übergab. Die Direktorin des Österreichischen Kulturforums Berlin schätzt die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Privatverlage wegen ihres großen Engagements. Die unabhängigen Verlage betrachteten das Buch nicht nur als Wirtschaftsfaktor. „Ihnen kommt es auf die Qualität an, auf die inhaltliche Auswahl und die schöne Gestaltung der Bücher. Das macht den Unterschied aus und überzeugt“, sagte sie. In den 25 Jahren ihres Bestehens habe die Arbeitsgemeinschaft ein Rezept entwickelt, wie man Widrigkeiten und Umbrüchen begegnen kann. Und sie setze sich für die Vielfalt des Buchangebots ein. „Dass der Preis der Leipziger Buchmesse zweimal in Folge an Österreich ging, ist der schönste Beweis, dass das was Sie tun, auch Früchte trägt.“ In diesem Jahr ging die Auszeichnung in der Kategorie Belletristik an Tomer Gardi für Eine runde Sache, 2021 wurde Iris Hanika für Echos Kammern (beide Droschl) geehrt.

Denise Quistorp

Denise Quistorp richtete den Blick auch auf den Gastlandauftritt Österreichs auf der Leipziger Buchmesse 2023 und auf das internationale Jahr der österreichischen Literatur, das schon im Vorfeld für Aufmerksamkeut sorgt. Literatur leiste einen wichtigen Beitrag zu bilateralen und internationalen Beziehungen. „Literatur ist eine menschliche Art der Weltbegegnung, ein Gespräch über die Zeiten hinweg“, so Denise Quistorp, die abschließend Henrike Blum (Presse- & Literaturbüro Wien) für ihre „sorgfältige und liebevolle Vorbereitung“ der Veranstaltung dankte. „Mit ihr zusammenzuarbeiten ist immer eine Freude und Inspiration“, sagte sie. Das Publikum schloss sich mit kräftigem Applaus an.

Bevor er das Büfett für das traditionelle Sommerfest im Botschaftsgarten eröffnete, gab Alexander Potyka, Picus-Verleger und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, den Vertreterinnen und Vertreter aus dem Handel und den Medien mit auf den Weg, als „Verbreiter der Kunde von guten Büchern“ die Titel der unabhängigen, kleinen Verlagen in den Vordergrund zu rücken.

 ml

 

 

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