Personalia Satyr Verlag: Volker Surmann neuer Programmchef

Volker Surmann

Bereits zum Jahreswechsel – dem Jahr des fünften Verlagsjubiläums – fand im Berliner Satyr Verlag ein Wechsel in der Verlagsleitung statt. Neuer Programmchef ist der gebürtige Bielefelder Volker Surmann (Foto), der zuvor bereits als Berater und Lektor für den Verlag tätig war. Er übernimmt den Aufgabenbereich von Karsten Schüle, der seinerseits die Geschäftsführung einer Berliner Literaturagentur übernommen hat.

Der promovierte Linguist Volker Surmann kennt den Kreuzberger Verlag von Beginn an. Schon in seiner Examensarbeit beschäftigte er sich mit zeitgenössischen Tendenzen des Kabaretts und trat im Laufe der Jahre mit acht eigenen Bühnenprogrammen auf. Zudem schrieb er für diverse TV-Comedyformate und bleibt auch weiterhin tätig als Hausautor des Berliner Kabaretts „Die Stachelschweine“. Beiträge von ihm erscheinen regelmäßig im Satiremagazin Titanic.

Derzeit noch Teilnehmer des bundesweiten Kabarettprojekts „Kabarettbundesliga“ wird er sich in Zukunft vorrangig um die Geschicke des Verlages kümmern.

Im Satyr Verlag hat Volker Surmann die zwei Anthologien „Sex – von Spaß war nie die Rede“ und „Das war ich nicht, das waren die Hormone“ herausgegeben. Im vergangenen Jahr erschien sein Romandebüt Die Schwerelosigkeit der Flusspferde im Querverlag. Als Mitglied des Berliner Lesebühnenensembles „Brauseboys“ hat Surmann zahlreiche Beiträge zu Anthologien beigesteuert und ist weiter schreibend aktiv.

Mit seiner Einsetzung verbunden ist eine programmatische Neuorientierung des Satyr Verlags. Der Verlag, der 2005 aus dem bundesweit agierenden Comedy- und Mediennetzwerks Blue-Fun hervorgegangen ist, reüssierte in den ersten Jahren mit sporadischen Einzelpublikationen, zum Teil im Bereich Kleinkunst und Kabarett, zum Teil aber auch in Lyrik und erzählender Prosa.

Unter der Regie Surmanns will sich Satyr als Verlag für Satire, Humor und anspruchsvolle Unterhaltung neu positionieren. Die Zahl der Neuerscheinungen wird sukzessive erhöht auf fünf pro Halbjahr. Neben die Säule Berliner Lesebühnenliteratur, die als Konstante fortgeführt wird, tritt eine „Premiumreihe“, bestehend aus aufwendig gestalteten Romanen in Klappenbroschur, darunter zum allerersten Mal auch eine Übersetzung aus dem Englischen.

Mit diesem Bekenntnis geht Satyr in die nächsten Jahre und blickt optimistisch einer weiteren Etablierung entgegen – als kompetenter Fachverlag für Satire, Humor und Unterhaltung.

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