Auszeichnungen Tractatus 2022: Sieben Titel auf der Shortlist

Die Shortlist für den diesjährigen Tractatus steht fest. Sieben Titel hat die dreiköpfige Jury unter Vorsitz von Konrad Paul Liessmann (nicht stimmberechtigt) als finale Anwärter ausgewählt:

  • Christian Bermes: Meinungskrise und Meinungsbildung. Eine Philosophie der Doxa. Felix Meiner Verlag, Hamburg, Januar 2022
  • Eduard Kaeser: Die Erde ist eine Keimträgerin. Lehren aus der Corona-Pandemie (Schwabe reflexe). Schwabe Verlag, Basel, November 2021
  • Marie Luise Knott: 370 Riverside Drive, 730 Riverside Drive. Hannah Arendt und Ralph Ellison – 17 Hinweise. Matthes & Seitz Verlag, Berlin, März 2022
  • Thomas Macho: Warum wir Tiere essen. Molden Verlag, Wien, März 2022
  • Barbara Schmitz: Was ist ein lebenswertes Leben? Philosophische und biographische Zugänge. Reclam Verlag, Ditzingen, März 2022
  • Peter Sloterdijk: Wer noch kein Grau gedacht hat. Eine Farbenlehre. Suhrkamp Verlag, Berlin, April 2022
  • Natan Sznaider: Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus. Carl Hanser Verlag, München, Januar 2022

Der Jury gehören die Schweizer Philosophin Barbara Bleisch, der deutsche Schriftsteller und ehemalige Verleger Michael Krüger und der österreichische Autor und Journalist Thomas Vašek an. Bisher ebenfalls als Juroren fungiert haben der Journalist und Autor Helmut A. Gansterer, die Philosophin Ursula Pia Jauch, der Philosoph Rüdiger Safranski sowie der Philosoph und Kulturpublizist Franz Schuh.

Der auf Anregung von Schriftsteller Michael Köhlmeier vom Verein Philosophicum Lech ins Leben gerufene Essay-Preis wird 2022 zum vierzehnten Mal vergeben. Er ist dank großzügiger Unterstützung privater Sponsoren mit 25.000 Euro Preisgeld hoch dotiert und eine der wenigen Auszeichnungen für philosophische Essayistik. „Prämiert werden herausragende Essays oder essayistisch orientierte Sachbücher, die philosophische Fragen für eine breitere Öffentlichkeit verständlich diskutieren und einen Beitrag zu einer nicht nur fachspezifischen Debatte von philosophischen Fragen liefern. Die Originalität des Denkansatzes, die Gelungenheit der sprachlichen Gestaltung und die Relevanz des Themas werden dabei besonders berücksichtigt“, erläutert Konrad Paul Liessmann, wissenschaftlicher Leiter des Philosophicum Lech, die Intention des Preises.

Wer den Tractatus in diesem Jahr erhält, wird am 6. September bekannt gegeben. Zur Verleihung kommt es dann am 23. September 2022 beim 25. Philosophicum Lech. Weitere Informationen unter www.philosophicum.com

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.