2. Europäische Schriftstellerkonferenz im Mai in Berlin

Am 9. und 10. Mai findet in Berlin zum zweiten Mal die Europäische Schriftstellerkonferenz statt. Gemeinsam mit Frank-Walter Steinmeier haben Mely Kiyak, Nicol Ljubić, Antje Rávic Strubel und Tilman Spengler wieder 30 Schriftsteller aus 30 Nationen eingeladen.

Unter anderem werden Lukas Bärfuss, Joanna Bator, György Dragomán, Serhij Zhadan und Paolo Giordano europäische Identitäten, Werte und Lebenswirklichkeiten im Spannungsfeld von wachsendem Nationalismus und zunehmender Fremdenfeindlichkeit diskutieren.

Was ist Europa und wo hört es auf? Was sind europäische Werte und für wen gelten sie? Wieviel Zuzug verträgt oder benötigt Kultur? Was passiert, wenn Sprache auf der Flucht zurückgelassen wird? Und kann Europa durch Worte und Geschichten einen Weg aus der Krise finden? Diesen Fragen widmen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in fünf öffentlichen Diskussionsrunden unter dem Motto „GrenzenNiederSchreiben“. Den Abschluss des ersten Konferenztags bildet am 9. Mai die „Lange Nacht der Europäischen Literatur“ im Deutschen Theater, bei der internationale Autorinnen und Autoren aus ihren Texten lesen werden.

„In einem Europa der Krisenherde, in dem Krieg und Terror bedrohlich nah gerückt sind, in dem populistische und nationalistische Kräfte an Einfluss gewinnen, wird die Verständigung über Lebensanschauungen, gesellschaftliche Wirklichkeiten und kulturelles Selbstverständnis immer wichtiger für den Erhalt der Zivilgesellschaft“, so die Initiatorinnen und Initiatoren der Europäischen Schriftstellerkonferenz. „Die eingeladenen Schriftstellerinnen und Schriftsteller lassen in ihrer Vielstimmigkeit und Vielsprachigkeit Europas Einzigartigkeit sichtbar werden. Wir wollen über die Grenzen unserer jeweiligen Herkunftsländer und Sprachen hinaus blicken. Dass beispielsweise die in Tunesien geborene Schriftstellerin Najet Adouani, die aus Syrien stammende Autorin Kefah Ali-Deeb oder der libanesische Schriftsteller Elias Khoury die Konferenz mit ihren jeweiligen Hoffnungen, Träumen und vielleicht auch Ängsten in Bezug auf Europa bereichern werden, freut uns besonders.“

Die diesjährige Konferenz ist eine Erweiterung und Vertiefung der ersten Europäischen Schriftstellerkonferenz, die im Mai 2014 unter dem Titel „Europa – Traum und Wirklichkeit“ auf große Aufmerksamkeit stieß. Ziel der Konferenz ist es, sich jenseits des Mediendiskurses über Europa aus dem Blickwinkel politischer und wirtschaftlicher Interessen an einer Verständigung über europäische Identitäten und Lebenswelten zu versuchen.

Nähere Informationen unter www.europaeischeschriftstellerkonferenz.eu

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