A. L. Kennedy las mit Mechthild Großmann im LCB

A. L. Kennedy

Ein starker Auftritt gestern Abend im Literarischen Colloquium Berlin (LCB): Die britische Schriftstellerin A. L. Kennedy stellte ihr neues Buch Was wird (Wagenbach Verlag) gemeinsam mit der Schauspielerin Mechthild Großmann vor.

A. L. Kennedy las auf Englisch die Erzählung „Samstags spätnachmittags“ und zeigte damit, dass sie nicht nur das Schreiben grandios beherrscht, sondern auch beeindruckend, hinreißend komisch lesen kann. Dass sie gelegentlich auch als Standup Comedian auftritt, nimmt man ihr sofort ab.

Mechthild Großmann, die A. L. Kennedy nach eigenem Bekunden hoch verehrt, hatte eine andere der 12 Erzählungen des Buches ausgewählt: „Meine Geschichte“. Mit ihrer eindrucksvollen Stimme zog auch sie das Publikum von Anfang an in ihren Bann.

Ingo Herzke, der Übersetzer Kennedys, hat auch diese Momentaufnahmen aus dem Leben von Menschen mit gebrochenem Herzen ins Deutsche übertragen. Bei allem Ernst enthalten die Erzählungen doch auch Komik. „So ist eben die Realität“, sagte die Autorin im Gespräch mit dem Moderator, dem Übersetzer Bernhard Robben und zitierte den Spruch: „Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.“

Morgen Abend tritt A. L. Kennedy in Berlin bei einer Veranstaltung des Texttonlabels KOOK in den Sophiensälen auf. re.action: britische und deutschsprachige Literatur im Dialog, so der Titel der Lesung mit A.L. Kennedy und Terézia Mora, Robin Robertson und Jan Wagner

ML

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