Brecht-Funde aus der Schweiz in Berlin: Neues vom Herrn Keuner

Neues vom Herrn Keuner. Brecht-Funde aus der Schweiz lautet der Titel einer Ausstellung, die die Stiftung Archiv der Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brandenburger Tor und dem Strauhof Zürich am Sonntag im Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor eröffnet. In der Schweiz. ist ein Konvolut an Manuskripten aufgetaucht, die Brecht bei seiner Gastgeberin und literarischen Agentin, der späteren Filmautorin Renata Mertens-Bertozzi (1918-2000) deponiert hatte, als er 1949 Zürich verließ.

Das wichtigste Stück der Sammlung aus der Schweizer Zeit ist die Mappe „geschichten vom h k“. Sie enthält 15 bislang unbekannte Keuner-Geschichten, eine Gliederung und entstehungsgeschichtlich bedeutsame Varianten bereits publizierter Geschichten. Die Ausstellung präsentiert bis zum 28. November den Fund, den die Stiftung Archiv der Akademie der Künste erworben hat. Dazu gehören Zeugnisse über Kontakte zu Intellektuellen wie Max Frisch, Caspar Neher, Kurt Hirschfeld oder Ernst Ginsberg, legendäre Theaterprojekte wie „Antigone“ oder „Herr Puntila und sein Knecht Matti“, Buchpläne und Arbeitsvorhaben. Das Buch zur Ausstellung „Geschichten vom Herrn Keuner. Zürcher Fassung“ , herausgegeben von Erdmut Wizisla, ist im Suhrkamp Verlag erschienen.

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