Ror Wolf zum 80.

Wolfgang Schopf

Gestern Abend wurde im Ausstellungsraum Fenster zur Stadt, der zum Haus des Buches in Frankfurt gehört, eine Exposition eröffnet, die dem Autor Ror Wolf, der am 29. Juni seinen 80. Geburtstag feierte, gewidmet ist.

Die Exposition, vom Verlag Schöffling & Co. in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität gestaltet, zeigt die Entwicklung des Autors vom Redakteur der Studentenzeitschrift DISKUS 1959 bis zur opulenten Werkausgabe, die gegenwärtig bei Schöffling & Co. erscheint.

Wolfgang Schopf erinnerte zur Eröffnung der Ausstellung an die DISKUS-Zeiten und daran, wie aus Richard Wolf Raoul Tranchirer und Ror Wolf wurde. Cover der bisher erschienen Bücher, angefangen vom Debüt Fortsetzung des Berichts, 1964 im Suhrkamp Verlag publiziert, ziehen sich wie ein Band am oberen Rand der Fensterfront des Raumes entlang. Ror Wolfs Prosa und Lyrik wurde in einem halben Dutzend Verlagen veröffentlicht. „Wechselte er das Editionshaus, bedeutete das nicht einen Verlust für die Backlist, sondern ihre Verdoppelung“, bemerkte Wolfgang Schopf.

An der gegenüber liegenden Wand hängen acht vergrößerte Reproduktionen von Ror Wolfs Collagen aus der Sammlung von Klaus Schöffling – etwa 4000 solcher Arbeiten sind in den letzten 50 Jahren entstanden.

Leider nur auf einem Monitor lässt sich die Broschüre Das Lexikon der feinen Sitte, erschienen 1964 im Diskus-Verlag, anschauen. Die Erstausgabe sei, so bemerkte Wolfgang Schopf, trotz intensiver Bemühungen nicht mehr aufzutreiben. Ein Internet-Angebot sei wohl eher ein Scherz.

Manuskripte, Hörspiele und Sendepläne und natürlich jede Menge Bücher, einige davon konnte man an diesem Abend auch gleich kaufen, komplettieren die Ausstellung, die noch bis zum 12. August in der Frankfurter Braubachstraße 18-22 zu sehen ist.

Schade, dass Ror Wolf selbst nicht an der Ausstellungseröffnung teilnehmen konnte.

JF

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