AVP diskutiert über das „Berufsbild PressesprecherIn im Verlag“

2015 hat der Arbeitskreis VerlagspressesprecherInnen AVP e.V. eine Masterarbeit unterstützt, die sich mit der Programmschwerpunktsetzung in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit deutschsprachiger Verlage beschäftigt hat.

Annemarie Block hat in dieser Arbeit unter dem Titel Spitzentitel, Presseschwerpunkte & Co. Leitfadeninterviews mit Kollegen aus Buchverlagen geführt. Ihr Fazit: Es existiert kein allgemeingültiges Verständnis von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (in Verlagen) bzw. von Verlags-PR, sondern variierende Begriffe und zahlreiche Begriffsbestimmungen.

Das nimmt der AVP zum Anlass, eine Diskussion zum Berufsbild anzustoßen. Bei der ersten Veranstaltung im Münchner Literaturhaus wurden Fragen und Ergebnisse aus dem Leitfaden diskutiert, die Annemarie Block schon mit ausgewählten Kollegen besprochen hat: Wie werden in der Verlags-PR Schwerpunkte gesetzt? Überwiegt Produkt-PR? Oder wird auch Unternehmenskommunikation gemacht? Arbeiten Verlags-Pressesprecher strategisch? Wie wirkt sich die Digitalisierung auf das Berufsbild aus? Welche Zuständigkeiten ergeben sich z.B. in der Zusammenarbeit mit dem Marketing? Welches Selbstverständnis haben die Mitarbeiter der Verlags-PR? Gehört Veranstaltungsorganisation zum Bereich der Verlags-PR? Wie wird PR-Erfolg gemessen? Was für Möglichkeiten gibt es neben dem Buchabsatz?

Fragen wurde also viele aufgeworfen, aber auch schon erste Antworten gefunden. Andrea Wolf fasst den Abend für den AVP zusammen: „Die Berufsbezeichnung ‚Pressesprecher‘ oder ‚Pressereferent‘ bildet das heutige Aufgabenfeld nicht mehr ab. Das Spektrum ist viel weiter geworden. Öffentlichkeitsarbeit wie Veranstaltungsorganisation, Social Media oder andere Felder der Unternehmenskommunikation werden dabei nicht bedacht. Mit den Berufsbezeichnungen rund um den Begriff PR, wie ‚PR-Manager‘ fühlen sich die Kolleginnen und Kollegen sehr viel wohler. Nach dieser ersten Diskussionsrunde muss weiter daran gearbeitet werden, die Aufgabenfelder und Zuständigkeiten, auch Verantwortlichkeiten und Autorität der PR-Manager im Verlag zu definieren. Auch die Frage nach der Evaluation von Medienresonanz und ihrer Bewertung als Faktor von Wertschöpfung im Verlag kam auf und soll weiter diskutiert werden.“

Dazu werden im Laufe des Herbstes von den Regionalgruppen des AVP, z.B. in Stuttgart am 24. November, weitere Diskussionsrunden organisiert. Für Fragen stehen die 2. Vorsitzende Andrea Wolf sowie Pressesprecherin Susanne Meinel gerne zur Verfügung.

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