Berlin: 20 Jahre Georg Büchner Buchladen

Vor genau 20 Jahren, im Oktober 1995, gründete Sabeth Vilmar den Georg Büchner Buchladen in Berlin Prenzlauer Berg. Zum Jubiläumsfest hatte sie gestern Abend rund 200 Stammkunden, Verlagsvertreter, Freunde und Verwandte ins Palais der benachbarten Kulturbrauerei geladen.

Sabeth Vilmar

Der Abend war dem Namensgeber Georg Büchner gewidmet. Schauspieler lasen aus Briefen und Schriften sowie aus Leonce und Lena. Außerdem erinnerten Sabeth Vilmar und ihre Mitarbeiter an „zwanzig tolle Jahre“.

Schon fünf Jahre nach der Wiedervereinigung, als Sabeth Vilmar aus Köln nach Berlin zog, hatte sie das Potenzial der Gegend rund um den Kollwitzplatz erkannt. Und seither hat sie viel bewegt. Sie eröffnete im Nachbarhaus die Georg Büchner Kunstbuchhandlung mit Papeterie, sie initiierte den LiteraturOrt Prenzlauer Berg und das Kinderfestival „Ottos mops liest“, um nur einige Beispiele zu nennen.

Es sei ein Privileg, die eigene Meinung ausleben zu können und unabhängig zu sein, betonte Sabeth Vilmar. Das Publikum reagierte mit Beifallsstürmen als sie ihre Mitarbeiter erwähnte, die empathisch und voller Begeisterung arbeiteten. Detelf Bahr, der von Anfang zum Team gehört, erinnerte sich noch daran, wie er Bestellungen von der Telefonzelle aus vornehmen musste, weil die Telekom die Anschlüsse nicht rechtzeitig fertigbekam.

Lange Nacht im Palais

Auch einige Verlagsvertreter lenkten den Blick auf ihre Besuche bei Sabeth Vilmar. „Der Erfolg bezeugt, Sie haben alles richtig gemacht“, brachte es Petra Könekamp auf den Punkt: Und Steffen Gommel bescheinigte dem Team Besessenheit. „Sabeth Vilmar weiß, wie man das Besondere finden kann.“

Auch die Kunden kamen gestern Abend zu Wort. Sabeth Vilmar hatte sie im Vorfeld der Jubiläumsfeier gebeten, ihre Momente im Georg Büchner Buchladen festzuhalten. Für die einen ist er ein „Juwel im Kiez“, für andere ein Muss beim samstäglichen Familieneinkauf. Und alle waren sich einig, wenn es den Georg Büchner Buchladen nicht gäbe, man müsste ihn erfinden. Aber es gibt ihn und das schon seit zwanzig Jahren.

ml

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