Berlin: Das 15. poesiefestival berlin ging erfolgreich zu Ende

Mit einem großen Lyrikmarkt, an dem über 40 Verlage teilnahmen, ging am Freitag das 15. poesiefestival berlin zu Ende. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz: Insgesamt kamen trotz der Pfingstfeiertage und der großen Hitze knapp 8000 Besucher zu den 49 Veranstaltungen.

Über 150 Künstlerinnen und Künstler aus 21 Ländern nahmen teil, darunter u.a. Jury Andruchowytsch (Ukraine), Paulus Böhmer (Deutschland), Criolo (Brasilien), Ko Un (Korea), Halyna Kruk (Ukraine), Les Murray (Australien), Alice Notley (USA), Don Paterson (Schottland/UK), Robin Robertson (Schottland/UK) und Serhiy Zhadan (Ukraine).

Das Thema des Festivals war „Brüche“. Ein Thementag beschäftigte sich mit den anhaltenden Protesten in der Türkei seit den Aufständen im Gezi-Park vor einem Jahr. Dichter und Wissenschaftler diskutierten die Rolle, die die Dichtkunst und poetische Formen zivilen Ungehorsams darin spielten und noch spielen. In der Ukraine waren von Anfang an Dichter Teil der Maidan-Bewegung. In den Umbrüchen engagierte ukrainisch- und russischsprachige Dichter berichteten von der aktuellen Situation in der Ukraine und lasen ihre Texte. In einer Performance und einem Kolloquium näherte sich das Festival dem Verhältnis von Weltkrieg und Lyrik an. Dichter aus sechs Ländern reflektierten in neu entstandenen Gedichten die Auswirkungen des ersten Weltkrieges. Beim Übersetzungsworkshop „VERSschmuggel“ war diesmal Schottland zu Gast.

Das poesiefestival berlin ist ein Projekt der Literaturwerkstatt Berlin und fand auch dieses Jahr in Kooperation mit der Akademie der Künste statt.

Weitere Informationen unter www.poesiefestival.org

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