Berlin: Gerd Langguth findet die Formel der Macht

Der Andrang war groß, als der Bonner Politikprofessor Gerd Langguth heute im Haus der

Gerd Lannguth, Georg Milbradt (v. l.)

Bundespressekonferenz seine Neuerscheinung Kohl, Schröder, Merkel – Machtmenschen vorstellte.

Der Titel ist nach Biografien von Angela Merkel und Horst Köhler Langguths drittes Buch bei dtv. Trotz der etwas spröden Materie sei „Machtmenschen“ angenehmen zu lesen, lobte der ehemalige sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt: „Sie werden das Buch mit Gewinn und teilweise einem leichten Schmunzeln lesen“. Mit geschärftem Blick biete Langguth neue An- und Einsichten und rege dazu an über die Politik in unserem Land nachzudenken.

Helmut Kohl, Gerhard Schröder, Angela Merkel, die drei Bundeskanzler sind sehr

Lektorin Andrea Wörle

unterschiedlich in ihrem Auftreten, doch eines ist ihnen gemein: Der Wille zur Macht. Er habe aber kein Anti-Macht-Buch geschrieben, sagte Langguth, vielmehr versuche er, sich kritisch mit der Funktion von Macht auseinanderzusetzen. Auf mehr als 500 Seiten analysiert er den Werdegang und den Regierungsstil der drei Persönlichkeiten und vergleicht die drei Machtmenschen miteinander.

Mehr noch: Langguth hat eine Formal der Macht gefunden: M=Ö x P². Macht (M) = Öffentliche Wirkung (Ö) mal Personalbeeinflussung (P) im Quadrat. So einfach ist das: Politische Macht ist die Fähigkeit, die öffentliche Meinung zu prägen und Personalentscheidungen zu treffen.

ML

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