Berlin: Österreichische Verlage präsentierten sich am Wannsee

Unter dem Motto „Land der Berge, Land der Bücher“ präsentierten sich am Samstag acht österreichische Verlage mit jeweils einem Autor im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) am Wannsee.

In Wien schien bei über 30 Grad die Sonne, in Berlin wurden die Gäste aus Österreich mit Dauerregen empfangen. Auch wenn die Veranstaltung daher nicht wie geplant im Garten des LCB stattfinden konnte, fühlten sie sich wohl – und das lag am Berliner Publikum, wie sie betonten.

Das LCB und Österreich verbinde eine lange Tradition, sagte Ulrich Janetzki (Foto), der Leiter des LCB in seiner Begrüßung. Von A wie Hans Carl Artmann oder Ilse Aichinger bis Z wie Hansjörg Zauner, jeder wichtige Schriftsteller des Landes sei bereits am Wannsee zu Gast gewesen. Gestern kamen acht weitere hinzu: Bettina Balàka, Franzobel, Egyd Gstättner, Roman Marchel, Lukas Meschik, Maxi Obexer, Manfred Rebhandl und Thomas Stangl.

„Wir wollen mit dem Tag der österreichischen Literatur die Aufmerksamkeit auf die Verlage des Landes lenken. Sie haben es schwer, ihr Programm im viel größeren deutschen Buchmarkt durchzusetzen“, sagte Thomas Geiger vom LCB am Rande der Veranstaltung. Was die österreichische Verlagslandschaft zu bieten hat, erfuhr das Publikum in Lesungen und am Büchertisch der Buchhandlung Schleicher, die Titel der acht Verlage präsentierte: Czernin, Droschl, Folio, Haymon, Jung und Jung, Picus, Residenz und Zsolnay. Nur Picus konnte nicht die ganze Bandbreite zeigen. Die Bücher des Verlags waren auf dem Postweg von Wien nach Berlin auf der Strecke geblieben.

ML

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