Berlin: Verbrecherversammlung mit Germar Grimsen und Sven Regener

Sven Regener, Jörg Sundermeier

Die Verbrecherversammlung im Kreuzberger Club „Monarch“ (s. BuchMarkt Heft 10/2009) war gestern Abend gut besucht. Angekündigt war die Premiere von Germar Grimsens neuem Buch Almatastr.“

Nicht nur Verbrecher Verleger Jörg Sundermeier las aus dem Buch, sondern auch Sven Regener, der Autor der Lehmann-Trilogie. Grimsen und Regener, beide in Bremen geboren und aufgewachsen, kennen sich schon viel Jahre lang. Das zeigt sich auch in der Literatur. Im Verlag Eichborn Berlin erschien 2006 das Buch Angulus Durus, das Germar Grimsen gemeinsam mit Sven Regener verfasste. 2007 folgte Grimsens viel beachteter Roman Hinter Büchern. Der Reigen.

Nun legt Germar Grimsen im Verbrecher Verlag Alamatastr. vor. Die Alamatastraße gibt es wirklich: in Bremen-Walle. Und dort steht ein 18-stöckiges Hochhaus. „Das ist das Grundstück Almatastraße, der Ort, wohin es die verschlägt, die es nirgendwohin mehr verschlägt, die alles bereits gesehen und nichts gestanden haben.“

Germar Grimsen, so steht es im Klappentext, „eröffnet ein Panaroma der Ausweglosigkeit, er bietet das Tagebuch eines Misanthropen, den Leserinnen und Lesern zum Vergnügen – denn ‚Almatastr.’ ist ein äußerst komisches, ein ungemein erheiterndes Buch.“ Auch die Gäste im Monarch hatten großes Vergnügen. Es wurde während der Lesung viel gelacht und anschließend lange applaudiert. Und der Autor? Der hielt sich scheu im Hintergrund, beinahe so, als wolle er sich vor seinem Erfolg verstecken. Der Bremer Journalist Hendrik Werner fiel einem ein. Der hatte nach einer Begegnung mit Germar Grimsen in der WELT geschrieben: „Und macht sich, gesenkten Kopfes, einmal mehr bedeutend kleiner, als er eigentlich ist.“

ML

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