Berlin: Vorstellung von Christoph Schlingensiefs „Tagebuch einer Krebserkrankung“ ohne den Autor

Christoph Schlingensief] konnte heute bei der Vorstellung seines Tagebuchs einer Krebserkrankung So schön wie hier kanns im Himmel gar nicht sein! nicht dabei sein. Der Regisseur habe nach der Rückkehr von seinem gestrigen Auftritt in der ARD-Talkshow „beckmann“ einen Fieberschub erlitten.

Das sagte Kiepenheuer & Witsch-Verleger Helge Malchow bei der Pressekonferenz im Prater der Volksbühne in Berlin Prenzlauer Berg. Rückfälle seien ein Nebeneffekt der Therapie, dennoch habe Schlingensief einen optimistischen Blick auf die weitere Entwicklung.

Helge Malchow und Stephanie Kratz

Nur wenige Tage nach der Diagnose Lungenkrebs im Januar 2008, hatte Schlingensief begonnen, seine Eindrücke und Gedanken in ein Diktiergerät zu sprechen. Die Aufzeichnungen bilden nun die Grundlage zu dem Buch. Schlingensiefs Gedanken kreisten um die „Autonomie des Kranken“, so Malchow. Das Buch sei ein leidenschaftlicher Aufruf, sich als Erkrankter seine Autonomie gegenüber den Ärzten zu erhalten. Ein weiterer Krebsratgeber, der von einer Heilung erzählt, sei der Titel nicht, vielmehr habe Schlingensief auch mit dem Buch eine künstlerische Arbeit geschaffen.

Es sei gelungen, die Sprachprotokolle so aufzuschreiben, dass man auch beim Lesen die Stimme des Autors hört, sagte seine Lektorin [Stephanie Kratz. Trotz der Schwere des Themas sei die Arbeit nicht belastend gewesen, sondern ein beglückendes Lektoratserlebnis. „Dies ist kein trauriges, sondern ein durchaus auch heiteres Buch mit einem lebensbejahenden Ende.“

ML

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.