Berlin: Weltpremiere von T. C. Boyles neuem Roman „Hart auf hart“

Morgen findet in Berlin die Weltpremiere von T.C. Boyles neuem Roman Hart auf hart (Hanser) statt. Berliner Buchhändler hatten gestern Abend schon einmal die Möglichkeit, den bekannten amerikanischen Autor im kleinen Kreis hautnah zu erleben.

Der Hanser Verlag hatte in seine Berliner Räume geladen, wo Boyle die Figuren seines neuen Romans im Gespräch mit seiner langjährigen Lektorin Anna Leube kurz vorstellte. In seinem bisher wohl düstersten Buch Hart auf hart blickt er einmal mehr auf die dunkle Seite der USA. Ein Zitat von D. H. Lawrence, das Boyle dem Roman voranstellt, gibt den Ton der Handlung vor: „Die amerikanische Seele ist ihrem Wesen nach hart, einzelgängerisch, stoisch und ein Mörder. Sie ist noch nicht geschmolzen.“

Das Publikum erfuhr auch, dass Boyle, der in Los Angeles kreatives Schreiben unterrichtet, bereits an seinem nächsten Buch arbeitet, in dem das Leben in der Natur wieder eine große Rolle spielen wird. Diesmal geht es um das Arizona Projekt aus den 1990er Jahren, bei dem vier Männer und vier Frauen völlig isoliert in einer Art Biosphäre leben.

Die Buchhändler hatten Hart auf hart bereits gelesen und waren ausnahmslos begeistert. Und T.C. Boyle signierte eifrig. Auch heute Nachmittag dürfte der Andrang groß sein, Dann kommt Boyle um 17 Uhr zu einer Signierstunde in die Autorenbuchhandlung.

Auch die Premierenlesung am morgigen Abend im großen Sendesaal des rbb ist schon lange ausverkauft. Aufgrund des großen Zuspruchs hat sich Radioeins vom rbb entschieden, die Veranstaltung live und in voller Länge ab 19.30 Uhr im Radio zu übertragen. T. C. Boyle liest aus Hart auf hart, August Diehl, der das Hörbuch (der Hörverlag) eingesprochen hat, liest Textpassagen auf Deutsch, Jörg Thadeusz moderiert.

Am 19. Februar liest Boyle im Literarischen Colloquium Berlin, bevor er am Samstag im Rahmen der lit.Cologne in Köln auftritt. Weitere Stationen seiner Lesereise sind Tübingen, Regensburg und Wien.

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